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Fussball: Wil ist im Cupfinale
publiziert: Donnerstag, 4. Mrz 2004 / 22:05 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Mrz 2004 / 22:59 Uhr

Der 79. Swisscom Cupfinal 2004 am Ostermontag, 12. April, in Basel heisst Grasshoppers gegen Wil. Der Aussenseiter setzte sich im St. Galler Kantonalderby im Espenmoos überraschend, aber verdient gegen den einfallslosen Stadtklub mit 2:1 (1:0) durch.

Philippe Montandon mit einem Kopfstoss in der 22. Minute und der albanische Internationale Kristian Nushi mit einem Schuss aus der Drehung in der 52. Minute sicherten mit ihren Toren Wil die erste Cupfinal-Teilnahme der Klubgeschichte. St. Gallen gelangte erst in der 90. Minute durch Morena Merenda zum Anschlusstor, das eine spannende und frenetische Schlussphase einleitete, die aber nie das dramatische Moment vom Mittwochabend erreichte, als GC den FCZ auf fast wundersame Weise noch in die Knie zwang.

Es erstaunte einmal mehr, wie sich die von Assistenztrainer Stephan Lehmann gecoachte Mannschaft als Team auf dem Rasen präsentierte. Wil verriet auf dem Platz im Gegensatz zu den ständigen Querelen im Umfeld Zusammenhang und Kooperation. Der kleine Bruder des FC St. Gallen wirkte engagierter, spritziger, ideenreicher und disziplinierter. Und dies genügte gegen den enttäuschenden Heimklub, der vor 10 800 Zuschauern wenig Zusammenhang verriet und in diesem Kampfspiel auf morastigem Terrain meist zweiter Sieger blieb.

Der FC St. Gallen glaubte für seinen neunten Cup-Halbfinal der Klubgeschichte das höhere spielerische Potenzial zu besitzen und täuschte sich grundlegend. Der Stadtklub hinterliess einen zusammenhanglosen und verunsicherten Eindruck, wirkte verkrampft, unbeweglich in der Abwehr, ideenlos im Mittelfeld und stumpf im Angriff. Kein Akteur war auszumachen, der Verantwortung übernahm und die Offensivbestrebungen koordinierte. Vor allem Bruno Sutter fiel als vermeintlicher Regisseur erneut durch, und auch über die Aussenpositionen im Mittelfeld kam wenig. "Meine Enttäuschung ist riesengross", bekannte Trainer Heinz Peischl. "Einige meiner Spieler haben meine Botschaft und meine Warnungen nicht verstanden. Erst als es zu spät war, zeigten wir etwas Leidenschaft."

In der ersten Halbzeit kam St. Gallen zu keiner nennenswerten Torchance und in der zweiten wurden die wenig echten Möglichkeiten durch Naldo (Kopfball) und Merenda fast stümperhaft vergeben. So war die erste Niederlage im Espenmoos gegen Angstgegner Wil nicht abzuwenden und auch Erinnerungen an das 3:11 in Wil am 3.11.2001 wurden wach, als sich der FC St. Gallen von Wil vorführen liess.

Wil spritziger und aggressiver

Mit einer taktischen Änderung überraschte Wils Assistenztrainer Stephan Lehmann. Philippe Montandon spielte nicht wie gewohnt in der Abwehr, sondern im zentralen Mittelfeld, das er zusammen mit dem ebenfalls kräftigen Michel Renglli beherrschte. Der "Krisenklub" der Super League überraschte aber auch auf dem morastigen Rasen des Espenmoos. Wil griff unerschrocken an, wirkte aggressiver und vor allem spritziger und war vor allem über die rechte Flanke mit dem schnellen und technisch versierten Davide Callà unberechenbarer und gefährlicher.

So erstaunte die Wiler Führung nach 22 Minuten nicht. Callà, der im Herbst schon fast im Alleingang die Grasshoppers besiegt hatte, trat einen Freistoss, den der unbehelligte Montandon per Kopf ins Tor beförderte. St. Gallen konnte auch nach dem Rückstand das Spieldiktat nicht an sich reissen, Zu unpräzis die Zuspiele, zu eigensinnig einige Spieler (Alex), zu wenig inspiriert die Offensivbemühungen gegen die sichere und ruhige Wiler Abwehr, die bis in den Halbfinal lediglich ein Verlusttor im Cup zugelassen hatte.

Als Nushi das 0:2 markierte, war das Kantonsderby entschieden. St. Gallen vermochte nicht zu reagieren. "Meine Jungs haben sich diesen Einzug in den Cupfinal verdient. Ich ziehe den Hut vor ihrer Leistung. Sie haben bewiesen, dass man auch in schweren Zeiten zusammenhalten und mit Problemen umgehen kann", resümierte ein gefasster Stephan Lehmann, der sich in seinem cleveren und ruhigen Coaching von niemandem, auch vom auf die Tribüne verbannten Trainer Tomas Matejcek, dreinreden liess.

St. Gallen - Wil 1:2 (0:1)

Espenmoos. -- 10 800 Zuschauer. -- SR Circhetta. -- Tore: 22. Montandon 0:1. 52. Nushi 0:2. 90. Merenda 1:2.

St. Gallen: Razzetti; Thomas Balmer (55. Marazzi), Zellweger, Wolf, Jenny, Pavlovic (39. Naldo), Imhof, Sutter (84. Bättig), Barnetta; Merenda, Alex.

Wil: Beney; Peter Eugster, Winkler, Pirès, Rizzo; Callà (90. Blunschi), Montandon, Renggli, Stephan Balmer; Nushi; Rogerio (87. Mordeku).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Lazaroni und Longo (beide verletzt). Wil ohne Fabinho, Gsell und Poltawez (alle verletzt); Trainer Matejcek auf der Tribüne (fehlende Aufenthaltsbewilligung), Assistenztrainer Lehmann coacht das Team. 18. Pavlovic lenkt Ball auf eigene Latte. Verwarnungen: 7. Winkler (im Final gesperrt), 21. Zellweger, 40. Rizzo, 50. Barnetta, 78. Sutter (alle Foul).

(rr/Si)

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