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Fussball: Zürich hinten stark, Servette vorne und Basel überall
publiziert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 15:16 Uhr

Der FC Basel scheint erneut konkurrenzlos in die neue Saison zu steigen. Doch was geschieht, wenn die Basler an der Belastung der Champions League zerbrechen oder die Enttäuschung einer allfälligen Nicht-Qualifikation für die Königsklasse die Leistungen in der Super League hemmt?

Die Vorfreude steigt.
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Könnte der FC Zürich, der im Frühjahr mehr Punkte gewann als der FCB, plötzlich zum Konkurrenten werden? Oder ist die Offensive der Zürcher zu schwach? Wäre Servettes neu zusammengestelltes Ensemble fähig, die Basler zu fordern? Oder ist der Zug auf die vorderen Plätze längst abgefahren, bis sich die "Grenats" zu einer Einheit gefunden haben? Und was spricht für den Klassenerhalt von Aufsteiger Schaffhausen? Die Stärken und Schwächen der 10 Teams.

Basel (Klassierung letzte Saison: 1.):
Der Meister hat sich nochmals verstärkt. Jede Position ist doppelt (und hervorragend) besetzt; teilweise sogar mit zwei Internationalen. (Fast) keiner kann sich seines Platzes sicher sein. Das gibt Coach Christian Gross die Gewissheit, dass die Trainingseinheiten auch dann intensiv sind, wenn ein wenig inspirierendes Meisterschaftsspiel ansteht. Doch was geschieht, wenn die Qualifikation für die Champions League verpasst wird? Es würde dann Gross´ schwierigste Aufgabe sein, dafür zu sorgen, dass die erfolgsorientierte und positive Stimmung im Team nicht in ein Klima der Unzufriedenheit kippt.

Young Boys (2.):
Es kann davon ausgegangen werden, dass die statistisch zweitbeste Abwehr der Liga (48 Gegentore) um die Innenverteidiger Ivan Knez und Mark Disler sowie den U21-Internationalen Alain Rochat auch in Zukunft für Solidität bürgt. Doch in der Offensive haben sich mit dem Brasilianer Leandro (Hannover) auch dessen 17 Treffer verabschiedet. Sein Landsmann Neri (von Schaffhausen) muss den Beweis noch antreten, auch in der höchsten Spielklasse ein Goalgetter zu sein. Ohnehin birgt die offensive Besetzung die grössten Risiken. Niemand kann damit rechnen, dass Stéphane Chapuisat nochmals 23 (oder ähnlich viele) Tore schiesst. Und weil Gaetano Giallanza YB verlassen hat, sind die Alternativen zu Neri/Chapuisat kaum vorhanden; zumal der ehemalige U21-Internationale Johan Berisha seit Monaten kaum gespielt hat.

Servette (3.):
Die Romands haben das Kader (fast) vollumfänglich erneuert. Das bringt viel Hoffnung und birgt noch mehr Risiken. Regisseur Stéphane Ziani und Stürmer Viorel Moldovan (beide Nantes) verfügen auf Super-League-Niveau über herausragende Qualitäten und bilden mit Mohamed Kader eine hervorragende Offensive. Mit dem in der letzten Saison verletzten Miguel Portillo (Xamax) hat Servette zudem einen starken Verteidiger verpflichtet. Wenn noch der Franzose Christian Karembeu kommt, wäre dies der Coup schlechthin. Doch es dürfte einige Zeit dauern, bis diese Individualisten zu einer Equipe finden. Zudem könnten die grossen Namen auch ein Schwachpunkt sein. Erst in ein paar Wochen wird man wissen, ob das totale Engagement für Servette, das diese (Alt-)Stars versprachen, kein Lippenbekenntnis war.

Zürich (4.):
Die Innenverteidigung mit den (zunächst jedoch nicht einsatzfähigen) Iulian Filipescu und Diego Capria ist überdurchschnittlich besetzt. Auch das Mittelfeld mit Blerim Dzemaili und Mihai Tararache (defensiv) sowie Franco Di Jorio, Daniel Gygax und Artur Petrosjan (offensiv) hat viel Qualität. Problematisch wird es im Angriff. Wenn man mit Ursal Yasar als einzigem valablem Stürmer in die Saison steigt, ist das ein grosses Handicap. Der FCZ ist am Vorabend der neuen Spielzeit offenkundig nicht gerüstet. Ein schlechter Saisonstart wäre keine Überraschung; und er würde auf dem Letzigrund schon früh wieder zu grundsätzlichen Diskussionen führen und die Arbeitsbedingungen für Trainer Lucien Favre und Sportchef Fredy Bickel verschlechtern.

St. Gallen (5.):
Das Kader ist ausgeglichener als zuletzt. Dank dem nigerianischen WM-Teilnehmer Benedict Akwuegbu drückt nicht mehr die ganze (Offensiv-)Last auf die Schultern Alex´. Mit Wils Brasilianer Fabinho wurde zudem ein Spielmacher verpflichtet. In der Defensive ist Torhüter Stefano Razzetti zwar ein sicherer Rückhalt, doch die Abwehr könnte die Schwachstelle sein. Und schwer wiegen dürfte der Abgang des 18-jährigen Tranquillo Barnetta (Hannover). Zwar hat St. Gallen unter Peischl die Klassierungen stetig verbessert, doch zwei Dinge konnte auch der Österreicher nicht beseitigen: die fehlende Konstanz und die vielfach mutlosen Auftritte in der Fremde.

Thun (6.): 7. Platz in der Saison 2002/2003, 6. Platz in der letzten Spielzeit:
Die Berner Oberländer haben sich seit dem Aufstieg stetig verbessert. Und die Kontinuität im Kader lässt die Hoffnung zu, dass Thun auch im nächsten Jahr einen Schritt nach vorne tut. Kult-Trainer Hans-Peter Latour wird die Mannschaft auch in der dritten Saison in der höchsten Spielklasse an den Leistungszenit führen. Während die Abwehr unverändert und solid ist, bleibt abzuwarten, ob Mittelfeldspieler Michel Renggli (von Wil) den U21-Internationalen Patrick Baumann (Xamax) ersetzen kann. Wohl kaum kompensiert wurde der Abgang von Milaim Rama (Augsburg). Samuel Ojong traf zuletzt für Xamax nur viermal.

Grasshoppers (7.):
Der Rekordmeister ist ähnlich wie Stadtrivale FCZ noch nicht bereit für den Saisonstart. Zwei Tage vor dem ersten Spiel ist der gesuchte Abwehrchef noch immer nicht verpflichtet. Richard Nuñez fällt rund einen Monat aus, was die Offensive (zunächst) schwächt. Mladen Petric (Basel) ist zwar nicht mehr da, gleichwohl weist der Sturm mit den Neuen André Muff (FCZ) und Rogerio (Wil) einiges Potenzial auf. Und sollten Nuñez und Eduardo wieder die Form der Meistersaison 2002/2003 erreichen, ist die GC-Offensive sogar überdurchschnittlich besetzt. Ähnlich ist das Mittelfeld mit den EM-Teilnehmern Ricardo Cabanas und Christoph Spycher sowie den neuverpflichteten Gerardo Seoane (Aarau) und Tariq Chihab (FCZ) zu bewerten.

Aarau (8.):
Die Aargauer haben das zentrale Mittelfeld trotz des Abgangs von Gerardo Seoane (GC) verstärkt. Mit Roland Bättig (von Xamax) und Augustine Simo (FCZ) verfügt Aarau über das Duo, das Xamax 2002/03 in den Cupfinal und auf den 3. Platz im Championat führte. Einen guten Eindruck macht die Abwehr. Matteo Vanetta und Jean-Pierre Tcheutchoua sind bewährt; Harut Wardanjan (von Servette) überzeugte in den Testspielen zwar nicht restlos, bringt aber viel Routine ein. Im Sturm fehlt eine Ergänzung zu Rainer Bieli. Und Trainer Martin Rueda hat bisher nicht überzeugt. Dem ehemaligen Internationalen wird vorgeworfen, er habe zu wenig Ausstrahlung, sei zu ruhig und könne nicht das Maximum aus der Mannschaft holen.

Neuchâtel Xamax (9.):
Vieles wird in der kommenden Saison von den Toren Alexandre Reys abhängen. Es dürfte jedoch einige Partien dauern, bis Rey nach der langen Verletzung zur alten Form gefunden hat. Gut besetzt ist Xamax auf der Torhüter-Position. Jean-François Benedik war bei Le Mans bis zur Ankunft von Trainer Daniel Jeandupeux die Nummer 1. Er ersetzt gemäss Xamax-Insidern Bettoni (zu YB) mindestens gleichwertig. Ein grosses Fragezeichen ist die Kompetenz-Regelung zwischen Trainer Gianni Dellacasa und Manager René Lobello. Wieviel Einfluss hat Lobello tatsächlich auf die Personalentscheide von Dellacasa? Problematisch ist, dass die Heimspiele in der ungeliebten Nachbarstadt La Chaux-de-Fonds ausgetragen werden müssen.

Schaffhausen (Aufsteiger):
Auf dem Papier ist Schaffhausen klarer Anwärter auf den Abstiegsplatz. Goalgetter Neri hat den Aufsteiger verlassen. Doch gerade die EM hat gezeigt, dass das "Papier" sehr schnell ein Muster ohne Wert sein kann. Mit Jürgen Seeberger sitzt der grosse Trumpf auf der Trainerbank. Der Deutsche ist fähig, das Maximum (oder noch mehr) aus dem Team herauszuholen. Der Aufsteiger kann ohne Druck antreten und befreit aufspielen. Diesen Vorteil haben sich vor zwei Jahren auch schon Thun und Wil zunutze gemacht.

(Stefan Wyss/Si)

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