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Fussball: Zwischenbilanz im Fall Andreas Hafen
publiziert: Freitag, 29. Nov 2002 / 15:43 Uhr

(Si) Andreas Hafen hat 48 Millionen Franken unterschlagen. Davon liess der Präsident des FC Wil seit Anfang 1998 rund 10 Millionen in den Klub einfliessen.

Andreas Hafen zeigte sich bei den Untersuchungen sehr kooperativ.
Andreas Hafen zeigte sich bei den Untersuchungen sehr kooperativ.
Diese Ergebnisse der ersten Ermittlungen gaben am Freitag der zuständige Untersuchungsrichter Martin Frey sowie Erwin Beyeler, der erste Staatsanwalt des Kantons St. Gallen, bekannt. Sie führen mit ihren Mitarbeitern seit dem 20. November die Untersuchungen im "Fall Andreas Hafen" wegen qualifizierter Veruntreuung.

Weil der 40-jährige Hafen seine Verfehlungen zugab, sich bei den Ermittlungen sehr kooperativ zeigte und keine Kollusionsgefahr mehr besteht, wurde der ehemalige Vizedirektor der UBS St. Gallen am Donnerstag aus der Untersuchungshaft entlassen und bis zu den Gerichtsverhandlungen auf freien Fuss gesetzt.

Verfehlungen seit 10 Jahren

Rund 10 Jahre lang hatte Andreas Hafen Kredite aus fiktiven Konten für sich, für Firmenkunden und seit rund vier Jahren auch für den FC Wil, dem er seit dem Winter 1997/98 als Präsident vorstand, abgezweigt. Hafen gab die Verfehlungen unumwunden zu. Gegenüber den Ermittlern liess er erkennen, dass er die dem FC Wil zugegangenen Gelder zurückführen wollte, was ihm aber nicht gelungen sei.

"Die in den FC Wil gesteckte Summe überrascht uns. Auf Grund von Bankauszügen dachten wir nicht, dass so hoch sei", meinte Heinrich Hofmann, der den Verein seit Hafens Verhaftung interimistisch führt. Hofmann versicherte, dass von der UBS bislang keine Rückerstattungs-Forderung vorliege. Ob der FC Wil überhaupt belangt werden kann, werden weitere Ermittlungen ergeben.

"Das Geld ist weg, ausgegeben für Löhne und Betriebskosten", ergänzte Hofmann und erwähnte, dass sich die Klubführung am Wochenende erneut treffen und wahrscheinlich einen Rechtsberater beiziehen werde. Der FC Wil kämpft ums Überleben, wird zweifellos zu Einschränkungen gezwungen sein, obwohl das Konto des Vereins nicht gesperrt wurde und Kontakte zu neuen, seriösen Sponsoren auf gutem Wege sind.

Hafen ein Einzeltäter

Um seine bankinterne Stellung abzusichern, nahm Hafen seit rund drei Jahren auch Kredite von Scheinkonten für finanziell gefährdete Firmenkunden auf. Das interne Sicherheitssystem umging er jahrelang mit viel Geschick. Mit den bis Mitte November unentdeckt gebliebenen "Geschäften" verschaffte er sich beim Arbeitgeber, bei Firmenkunden und beim FC Wil einen guten Namen. Er schien Garant für Verschwiegenheit und Seriosität zu sein.

Nach bisherigen Ermittlungen kann eine Mittäterschaft ausgeschlossen werden. Hafen handelte vermutlich als Einzelperson. "Der Abschluss der Ermittlungen ist aber noch nicht absehbar", führte Untersuchungsrichter Frey aus. Auch die Termine der Verhandlung seien noch offen.

Im FC Wil hatte Hafen die zugegangenen Gelder als Zuschüsse anonymer Investorengruppen deklariert. Den Ermittlern gab er zu verstehen, dass er niemanden über die wahre Herkunft orientiert habe. Untersuchungsrichter Frey: "Der FC Wil, bei dem wir Unterlagen sicher stellten und Befragungen vornahmen, wird aufgefordert, die bestehenden Vermögenswerte und Details zu Transfers von Spielern offen zu legenen."

Dass die Entlassung aus der U-Haft nicht eine Gefahr für den Täter bilden könne, wollte Staatsanwalt Beyeler nicht ganz ausschliessen: "Suizid war auch im vorliegenden Fall ein Thema. So lange Hafen in U-Haft war, ergriffen wir Vorsichtsmassnahmen. Jetzt ist er aber auf freiem Fuss und für sich selber verantwortlich."

(Peter Wyrsch,/sda)

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