«G14» rückt von autonomer Europaliga ab
publiziert: Freitag, 24. Mrz 2006 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Mrz 2006 / 12:28 Uhr

Nach den heftigen Angriffen von FIFA und UEFA schlägt die Vereinigung der «G14» gegenüber den grossen Verbänden plötzlich versöhnliche Töne an.

G14 droht nicht mehr direkt mit einer eigenen Liga.
G14 droht nicht mehr direkt mit einer eigenen Liga.
Eine geschlossene Europaliga ist vorerst kein Thema mehr. Nachdem die 52 Mitglieder der UEFA auf ihrem Kongress in Budapest mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine ganze Reihe von «G14»-Vorhaben torpediert haben, rückt die Interessenvertretung der 18 einflussreichsten Vereine in Europa von einem seiner ehrgeizigsten Ziele ab.

Keine Abspaltung

Für die Installation einer eigenen Liga gebe es in absehbarer Zukunft keine Pläne mehr, sagte der «G14»-Generalsekretär, der Berner Thomas Kurth: «Wenn wir uns abspalten wollten, würden wir es einfach tun und nicht diese ganzen Diskussionen führen. Wir wollen keine eingezäunte Liga.»

Der UEFA reichen diese Aussagen allerdings noch lange nicht aus. Der Feldzug des Verbandes gegen die «G14» ist mit der Verabschiedung der Resolution offenbar noch lange nicht beendet. UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson bestätigte Pläne, wonach sich die an europäischen Wettbewerben teilnehmenden Klubs künftig schriftlich zu den «Prinzipien der Statuten von UEFA und FIFA» bekennen müssten. Sollte dies nicht geschehen, drohe der Ausschluss aus dem Wettbewerb.

Strategiepapier sorgt für harte Linie

Zumindest ein Strategiepapier der «G14» rechtfertigt die harte Linie der UEFA. Die wichtigsten Profiklubs sollten sich eine Zukunftsoption bewahren und «Vorbereitungen zur Schaffung eines europäischen Profiliga-Verbandes treffen», heisst es in dem Papier.

Kurth wollte die Aussagen in dem Leitfaden nicht überbewerten, hob aber hervor, dass die «G14» trotz der Attacken der versammelten Verbandsmacht ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren würde. Mit ihren Forderungen, zu denen auch die finanzielle Kompensation für Klubs bei der Abstellung von Spielern zu Länderspielen gehört, will die «G14» vor allem an Einfluss und Mitspracherecht gewinnen.

(fest/Si)

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