G8-Staaten nehmen Arbeit auf
publiziert: Donnerstag, 7. Jul 2005 / 07:21 Uhr

Gleneagles - Die Staats- und Regierungschefs der führenden sieben Industriestaaten und Russlands (G8) beginnen am Donnerstagmorgen mit ihren Arbeitssitzungen.

Tony Blair hofft, beim umstrittenen Klimaschutz eine Einigung zu erzielen.
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Im Mittelpunkt der Beratungen steht zuerst die Lage der Weltwirtschaft angesichts des hohen Ölpreises. Danach will sich die Gipfelrunde im schottischen Luxushotel Gleneagles mit dem Kampf gegen den Klimawandel beschäftigen. Dieses Thema ist zwischen US-Präsident George W. Bush und seinen europäischen Partner heftig umstritten.

Die USA sind die einzige Nation in der G8, die das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz nicht unterzeichnet haben. Grossbritanniens Premierminister und Gastgeber Tony Blair hofft, eine gemeinsame Gipfelerklärung erreichen zu können.

Höhe der Afrika-Hilfe ist umstritten

Ebenfalls umstritten ist weiter die Höhe der Afrika-Hilfe. Auch in diesem Punkt sperrt sich Bush. Er will den Europäern nicht folgen, die die Hilfe bis 2010 deutlich auf schätzungsweise 50 Milliarden Euro erhöhen wollen. Die Unterhändler ringen auch in diesem Punkt noch um eine gemeinsame Erklärung des Gipfels.

Zur G8 gehören die USA, Deutschland, Kanada, Japan, Russland, Frankreich, Italien und Grossbritannien. Zur Gipfelrunde stossen am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs aus China, Indien, Mexiko, Südafrika und Brasilien.

Galadinner zum Auftakt

Die Gruppe der Acht sucht den Dialog mit diesen Ländern, um unter anderem in internationalen Handelsfragen voranzukommen. Die G8 beschäftigen sich zudem mit den internationalen Krisenherden im Nahen Osten und den Nuklearprogrammen in Iran und in Nordkorea.

Zum Auftakt des Gipfels kamen die Staats- und Regierungschefs am Mittwochabend zu einem Galadinner mit der britischen Königin Elizabeth II. zusammen. Parallel zum königlichen Empfang spielten bei einem grossen Konzert in Edinburgh zahlreiche Pop- und Rock-Stars vor etwa 50 000 Menschen.

Elite-Polizisten mussten erneut wegen gewalttätiger Ausschreitungen von G8-Gegnern eingreifen. Bei einem Protestmarsch zogen etwa 3000 bis 4000 Teilnehmern am Mittwochabend Richtung Tagungshotel. In der Nähe der Anlage durchbrachen einige Demonstranten einen Sicherheitszaun. Etwa 100 Demonstranten wurden festgenommen.

(rp/sda)

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