Gaddafi-Affäre: Mutter des Hausangestellten frei
publiziert: Freitag, 15. Aug 2008 / 14:20 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Aug 2008 / 20:54 Uhr

Genf - Die Schweiz und Libyen setzen ihre diplomatischen Bemühungen zur Bewältigung der Affäre Gaddafi fort. Dies sagte der Sprecher des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Jean-Philippe Jeannerat, in Bern vor den Medien.

Polizisten vor einem Gerichtsgebäude in Tripolis. (Archivbild)
Polizisten vor einem Gerichtsgebäude in Tripolis. (Archivbild)
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Laut Jeannerat betreffen die «intensiven und harten» bilateralen Gespräche zurzeit vorab technische und prozedurale Fragen. Über den Inhalt wollte der EDA-Sprecher nichts sagen, weil «höchste Diskretion» angezeigt sei. Beide Länder hätten ihren Willen bekräftigt, die nun genau einen Monat andauernde Krise möglichst rasch zu beenden.

Keine offizielle Nachricht hat das EDA von der Freilassung der in Libyen festgehalteten Mutter des marokkanischen Hausangestellten, der Hannibal Gaddafi in Genf wegen Misshandlung anzeigt hatte. Sollten die jüngsten Pressemeldungen zutreffen, könnte dies laut Jeannerat aber «ein »wichtiger Beitrag« zur Lösung anderer Probleme sein.

Nach Angaben der Anwalts des Marokkaners hat Libyen die Mutter des Hausangestellten frei gelassen. Der Hausangestellte ist allerdings weiterhin im Unklaren über das Schicksal seines Bruders. »Er ist in Libyen, aber man weiss nicht wo«, bestätigte der Anwalt eine Meldung der »Tribune de Genève«.

Vergleich anstreben

Laut Anwalt Membrez könnte der Kläger einen Vergleich anstreben, sobald er über das Schicksal seines Bruders in Gewissheit wäre.

Der Marokkaner und eine tunesische Bedienstete der Gaddafis hatten am 15. Juli in Genf gegen Hannibal Gaddafi und dessen Frau Aline Anzeige wegen Misshandlung eingereicht. Das Ehepaar Gaddafi wurde festgenommen und kam erst gegen Zahlung einer Kaution von 500'000 Franken frei.

Der Genfer Untersuchungsrichter beschuldigte in der Folge das Paar der einfachen Körperverletzung, Drohung sowie Nötigung gegenüber den Hausangestellten. In der Folge ging die lybische Führung gegen Schweizer Bürger, Unternehmen sowie die Verwandten der Kläger in Libyen vor.

(ht/sda)

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