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Gaddafi-Fotos: Chefredaktor will sich nicht entschuldigen
publiziert: Freitag, 5. Mrz 2010 / 16:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 5. Mrz 2010 / 17:00 Uhr

Bern - Die Publikation der Polizeifotos von Hannibal Gaddafi in der «Tribune de Genève» vergangenen September ist einer der Gründe für die anhaltende Krise mit Libyen. Pierre Ruetschi, Chefredaktor der Genfer Tageszeitung, will sich jedoch weder entschuldigen noch den Namen seiner Quelle bekannt geben.

8 Meldungen im Zusammenhang
In einem erschienenen Interview in der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» rechtfertigte Pierre Ruetschi sein Schweigen. Die Bekanntgabe des Namens der Person, welche die Fotos an die Zeitung geleitet hatte, verstiesse gegen den Quellenschutz.

Der Chefredaktor will sich auch nicht für die Publikation der Bilder entschuldigen. Im Gegenteil: Er bezeichnete deren Veröffentlichung als «legitim». «Doch wenn durch deren Publikation die ganze Angelegenheit verzögert oder verkompliziert wurde, dann bedaure ich das.»

Wichtigkeit der Polizeifotos

Ruetschi betonte, wie wichtig die Veröffentlichung der Polizeifotos gewesen sei. Vielmehr scheine es ihm, dass die Bilder als Vorwand «einer orchestrierten Strategie» dienten.

Er erinnerte zudem daran, dass in dieser Angelegenheit alle Beteiligten gedemütigt worden seien: Die misshandelten Angestellten, Hannibal Gaddhafi und Hans-Rudolf Merz. «Das wollten wir damit ausdrücken.»

 

(ade/sda)

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Feiglinge
Klar gibt es den Quellenschutz als hohes Gut. Die Veröffentlichung war aber nicht richtig und wahrscheinlich wurde für die Bilder bezahlt. Ergo Korruption von Beamten.

Ich sehe es aber so, dass Göldi wegen einem oder zwei Feiglingen in Genf noch länger in Libyen sitzen wird.
Ja, lieber Martin, ...
Ich gehe mit Ihnen weitgehend einig. Aus der Sache habe ich meine Schlüsse auch gezogen. Ich denke, dass die Genfer Justiz schon richtig gehandelt hatte, als sie die Klage gegen Ghadaffi-Sohnemann ernst nahm und abklären liess. Dazu musste ja das Söhnlein von Ghadaffi offenbar arretiert werden - sonst wäre er vielleicht noch schnell ... davon gelaufen ... grins!

Die Fotos zu publizieren, das hätten erfahrene Journalisten wissen müssen, denke ich, dass dies problematisch werden könnte. Ghadaffi war ja daneben bekannt, was er zu tun bereit ist, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt, resp. seine Beduinenehre auf dem Spiel steht ...! Bubis sind halt einfach so ...
Insofern wäre eine Entschuldigung, allein um Max Göldi frei zu bekommen, kein zu grosser Preis. Billiger geht's dann nicht mehr!
Verantwortungslos
Die Veröffentlichung der Fotos war völlig überflüssig und daher verantwortungslos. Das Motto der Zeitungen : Egal, wer dabei draufgeht, Hauptsache wir haben eine gute Schlagzeile. Der Chefredaktor hockt ja friedlich auf seinem warmen Stühlchen.
Solange, wie Sie und ich und die Schweizer ans eigene Land ...
... glauben und sich dafür einsetzen - jede/r dort, wo er/sie im Leben steht, so lange wird die Schweiz existieren!

Alle Negativdenker zerstören einen Teil dieser starken Energie, welche von denen ausgeht, die klar und deutlich FÜR die heutige Schweiz eintreten!!

Ich denke, was Sie da erwähnen, Pseudonym aus Zürich, wie Bankgeheimnis und Quellenschutz, sind halt nicht fixe, auf ewig starre Schutzräume, sondern unterliegen auch gewissen Anpassungen oder müssen unter Umständen verteidigt werden -

AUCH SIE, Pseudonym aus Zürich, müssten da mit Ihrem Namen dann einmal dazu stehen - zur auch unter Umständen erneuerten, selbständigen Schweiz. Unter gegebenen Umständen auch in verstärkter Partnerschaft mit andern europäischen Staaten ... zum Beispiel innerhalb einer EU?!

Nicht zu vergessen dabei ist das Engagement der EU im Falle Ghadaffi-Clan gegen Göldi allein - Herkules und Goliath ...! Herkules sind nicht wir, die Schweiz ...

Quellenschutz
Nach dem Bankgeheimniss wird wohl der Quellenschutz dranglauben müssen. Oje, arme Schweiz. Wie lange gibts uns noch?
Richtig so
Das wäre ja noch schöner, wenn sich der Chefredaktor entschuldigen oder die Quelle der Fotos preisgeben müsste. Schutz der Quellen und die Medienfreiheit sind in der Schweiz noch immer durch die Verfassung geschützt. Da kann auch ein lybischer Ziegenhirten-Clan nichts daran ändern.
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