Flucht aus Libyen wird schwieriger
Gaddafi-Truppen schikanieren Flüchtlinge
publiziert: Freitag, 4. Mrz 2011 / 15:22 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 11:35 Uhr
Protestierende in Tripolis. (Archivbild)
Protestierende in Tripolis. (Archivbild)

Tripolis - In Libyen nimmt der Kampf zwischen den Rebellen und den Anhängern von Machthaber Muammar al-Gaddafi an Schärfe zu. Dennoch gelangen immer weniger Menschen über die Grenze nach Tunesien und Ägypten. Nach Angaben der UNO hindern Gaddafi-treue Truppen die Menschen an der Flucht.

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Nach Angaben des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) vom Freitag schafften es am Donnerstag nur noch rund 2000 Menschen über die Grenze nach Tunesien. Noch bis Dienstag hatten täglich bis zu 15'000 Menschen die Grenze überschritten.

«An der Grenze sind auf der libyschen Seite jetzt schwer bewaffnete Regierungstruppen stationiert. Von denjenigen, denen es gelungen ist, die Grenze zu überqueren, haben wir gehört, dass auf dem Weg Mobiltelefone und Kameras konfisziert werden», sagte eine UNHCR-Sprecherin. Auch die Rebellen hätten Flüchtende schikaniert, vor allem Menschen aus Ostafrika, weil sie diese für Söldner Gaddafis hielten.

Gefangene aus Niederlanden

Das libysche Staatsfernsehen hat am Freitag Bilder der drei am Sonntag in Libyen gefangen genommenen niederländischen Soldaten gezeigt.

Die niederländische Regierung verweigert Informationen zur Identität oder dem Geschlecht der Soldaten. Derzeit seien intensive diplomatische Bemühungen im Gange, um die niederländischen Staatsbürger wieder freizubekommen. Die Drei waren bei einer Evakuierungs-Mission samt ihrem Hubschrauber in die Hände von Gaddafi-treuen Bewaffneten gefallen.

Schwere Kämpfe

In Libyen haben sich Gegner und Anhänger von Machthaber Muammar al-Gaddafi am Freitag schwere Kämpfe geliefert. In der Hauptstadt Tripolis prügelten zudem Anhänger beider Lager mit blossen Fäusten aufeinander ein, als es nach dem Freitagsgebet zu Protesten kam.

In der westlich von Tripolis gelegenen Stadt Sawija starben nach einem Bericht des Fernsehsenders Al-Arabija mindestens 13 Menschen. Al-Dschasira berichtet gar von über 50 Toten und 300 Verletzten.

Österreich sperrt Konten von Gaddafi-Vertrautem

Österreich hat am Freitag Konten des libysch-österreichischen Top-Managers Mustafa Zarti einfrieren lassen. Wien will den als Gaddafi-Vertrauten geltenden Zarti auf die Sanktionsliste der Europäischen Union (EU) setzen lassen.

Er sei nicht für Machthaber Muammar al-Gaddafi auf Geldsuche, sagt Zarti. Gleichzeitig kündigte er an, alle seine Ämter in staatlichen oder staatsnahen Betrieben in Libyen abzugeben.

(bg/sda)

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