Gebäude von Gaddafis Residenz getroffen
Gaddafi ruft Volk zum Widerstand auf
publiziert: Montag, 21. Mrz 2011 / 07:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Apr 2011 / 15:56 Uhr
Gaddafi soll sich mit Mitgliedern eines Volkskomitees getroffen haben, um einen Marsch nach Benghasi zu organisieren.
Gaddafi soll sich mit Mitgliedern eines Volkskomitees getroffen haben, um einen Marsch nach Benghasi zu organisieren.

Tripolis - Nachdem seine Panzer auf dem Weg nach Benghasi von der französischen Luftwaffe zerstört wurden, will der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi nun Tausende seiner Anhänger dorthin marschieren lassen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die staatliche Nachrichtenagentur Jana meldete in der Nacht zum Montag, Gaddafi habe sich mit Mitgliedern eines Volkskomitees getroffen, um diesen «grünen Marsch» nach Benghasi zu organisieren.

Die «Demonstranten», zu denen Abgeordnete der verschiedenen Stämme des Landes gehören sollten, würden sich «mit Olivenzweigen in der Hand» in friedlicher Absicht auf dem Weg in die Stadt im Osten machen, hiess es. Sie würden jedoch von bewaffneten Bürgern begleitet, da die andere Seite ebenfalls bewaffnet sei.

Ziel dieser Demonstration sei es, die Pläne der Ausländer zu durchkreuzen, die Libyen zersplittern und ausplündern wollten. Benghasi ist die grösste Stadt, die von den Aufständischen kontrolliert wird.

Gaddafis Kommandozentrum unter Beschuss

In der Hauptstadt Tripolis zerstörte eine Rakete ein Gebäude der Residenz von Machthaber Muammar al-Gaddafi. In dem Gebäude befand sich ein militärisches Kommando- und Kontrollzentrum der libyschen Truppen. wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Vertreter der internationalen Streitkräfte berichtete.

Das Gebäude liegt rund 50 Meter von dem Zelt entfernt, in dem Gaddafi häufig seine Besucher empfängt. Nach Angaben eines Fotografen der Nachrichtenagentur AP, der das Gelände im Süden von Tripolis besichtigen konnte, stürzte die Hälfte des runden, dreigeschossigen Verwaltungsgebäudes ein.

Wo sich Machthaber Gaddafi während des Angriffs befand, war nicht bekannt. Auch über Tote und Verletzte gab es keine Angaben

Bereits vor dem Angriff waren in Tripolis schwere Explosionen und das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören gewesen. Damit begann offenbar eine zweite Nacht von Luftangriffen der verbündeten westlichen Streitkräfte.

NATO-Staaten uneins

Die NATO ist gespalten in der Frage, ob sie in den Konflikt in Libyen eingreifen soll. Auch nach mehreren stundenlangen Sitzungen konnten sich die Botschafter der 28 NATO-Staaten nicht auf ein Mandat für die Überwachung der Flugverbotszone über Libyen einigen.

«Vor allem die Türkei blockiert», sagte ein NATO-Diplomat am späten Sonntagabend in Brüssel. Ein Entscheid im NATO-Rat muss einstimmig fallen. Am Montag wollten die Botschafter ihre Beratungen fortsetzen und einen neuen Anlauf für einen Beschluss nehmen.

 

 

(fkl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tripolis - Flugzeuge der ausländischen Allianz haben nach Angaben des libyschen ... mehr lesen
Ein Marschflugkörper der britischen Marine. (Archivbild)
Libysche Rebellen überwachen die Gegend um Benghasi.
Tripolis - Zwei Tage nach Beginn der Militäraktion der Alliierten gegen Libyen haben die libyschen Aufständischen am Montag gegenüber den Regierungstruppen wieder an Terrain ... mehr lesen
Brüssel - Die USA würde gerne die ... mehr lesen 1
UNO-Sicherheitsrat: Nach der Resolution herrscht ein politisch-militärisches Führungschaos.
Rebellen hätten wieder die Kontrolle über die Stadt Adschdabija im Osten übernommen.(Archivbild)
Tripolis/Washington/Kairo - Nach ... mehr lesen 2
Tripolis - Auch einen Tag nach Beginn ... mehr lesen
Frankreich wehrt sich gegen eine zu starke Rolle der NATO.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bedürfnisse der Einheitsregierung  Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen bestehende UNO-Waffenembargos bereit erklärt. Damit soll den Bedürfnissen der kürzlich gebildeten Einheitsregierung im Kampf gegen islamistische Milizen Rechnung getragen werden. mehr lesen  
Ministerpräsident kehrt zurück  Tripolis - Die von Islamisten dominierte Schattenregierung in der ... mehr lesen  
Mit der neuen Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch soll der Bürgerkrieg beendet werden.
In Tripolis wurde gestern ein TV-Sender gestürmt. (Archivbild)
Behinderung des Friedensprozess  Brüssel - Die EU hat wegen der Behinderung des Friedensprozesses in Libyen Sanktionen gegen drei Politiker beschlossen. Die Strafmassnahmen umfassen ein Einreiseverbot in die EU und ... mehr lesen  
Militäroperation am Dienstagabend  Tunis - Die tunesische Regierung geht weiter gegen Extremisten vor. Bei einer Militäroperation in der Nacht zum Mittwoch seien im Süden des Landes ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 2°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 5°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 5°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 2°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 4°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 6°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 8°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten