Bürgerkrieg in Libyen
Gaddafis Truppen im Ölhafen von Ras Lanuf
publiziert: Freitag, 11. Mrz 2011 / 07:20 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 10:56 Uhr
Checkpoint in Ras Lanuf.
Checkpoint in Ras Lanuf.

New York - Gaddafi-treue Einheiten sind nach Angaben der Aufständischen in den den Ölhafen von Ras Lanuf im Osten Libyens vorgerückt. Es gebe Kämpfe, meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Freitagmorgen unter Berufung auf Aufständische.

6 Meldungen im Zusammenhang
Einer der Rebellen-Kämpfer sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Telefon, Regierungstruppen hielten sich im Zentrum von Ras Lanuf auf. Er habe etwa 150 Mann und drei Panzer gesehen. Er und andere Rebellen hielten sich noch in der Stadt auf.

Ein zweiter Aufständischer sagte, dass Regierungstruppen per Boot in der Stadt angekommen seien. Er habe vier Schiffe mit je 40 bis 50 Personen gesehen. «Wir kämpfen gerade jetzt gegen sie», sagte der Mann, der sich als Sprecher der Rebellen bezeichnete, aber seinen genauen Standort nicht bekanntgeben wollte.

Am Donnerstag hatten Gaddafi-treue Truppen Standorte der Aufständischen in Ras Lanuf bombardiert. Die Stadt liegt zwischen den von den Rebellen gehaltenen östlichen Landesteilen und dem von Gaddafi beherrschten Westen. Gaddafis Sohn Saif al-Islam hatte am Donnerstag eine Grossoffensive gegen Aufständische angekündigt.

Golf-Kooperationsrat fordert Flugverbotszone

Die Aussenminister des Golf-Kooperationsrates riefen im saudiarabischen Riad die Arabische Liga derweil dazu auf, vom UNO-Sicherheitsrat die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen zu fordern, um die Zivilbevölkerung zu schützen.

Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA erklärten die Minister, das Gaddafi-Regime habe wegen seiner Verbrechen gegen Zivilisten seine Legitimation verloren. Sie sprachen sich überdies für Kontakte zum oppositionellen Nationalrat aus.

Die Afrikanische Union (AU) ist gegen eine militärische Intervention des Auslandes in Libyen. Die Union sei der «Einheit und territorialen Integrität Libyens» verpflichtet, sagte der für Sicherheitsfragen zuständige AU-Kommissar Ramtane Lamamra.

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brega - In der Libyen-Krise spitzt ... mehr lesen
Die Lybischen Rebellen müssen sich aus Brega zurückziehen.
Flüchtlinge in einem Lager des IKRK.
New York - Seit dem Beginn des ... mehr lesen 5
Nebelspalter Es ist unverständlich, warum sich Gaddafi vom Westen nicht zur Raison bringen lässt. mehr lesen
 
Rebellen beten an der Strasse zu Ajdabya.
Tripolis/Istanbul - Die EU hat am ... mehr lesen 1
Tripolis/Istanbul - Die Zahl der zivilen ... mehr lesen
Wie hoch ist der Schaden?
Weitere Artikel im Zusammenhang
Öl aus Libyen.
Tripolis/Istanbul - Nach drei Wochen ... mehr lesen
Söhnchen
"Der Sohn Gaddafis, Saif al Islam, sieht die regierungstreuen Truppen des Landes kurz vor einem Sieg gegen die Aufständischen. "
Dieses Gaddafi-Söhnchen erinnert irgendwie an das Hussein-Söhnchen Udai, dessen Abgang kennt man ja genau kennt. Könnte unter Umständen diesem Söhnchen bald das gleiche widerfahren.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht, aber auch in puncto Sicherheit.
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in ...
Bedürfnisse der Einheitsregierung  Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen bestehende UNO-Waffenembargos bereit erklärt. Damit soll den Bedürfnissen der kürzlich gebildeten Einheitsregierung im Kampf gegen islamistische Milizen Rechnung getragen werden. mehr lesen 
Ministerpräsident kehrt zurück  Tripolis - Die von Islamisten dominierte Schattenregierung in der libyschen Hauptstadt Tripolis hat nach eigener Darstellung zugunsten der von den UNO vermittelten ... mehr lesen
Mit der neuen Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch soll der Bürgerkrieg beendet werden.
Behinderung des Friedensprozess  Brüssel - Die EU hat wegen der Behinderung des Friedensprozesses in Libyen Sanktionen gegen drei Politiker beschlossen. Die Strafmassnahmen umfassen ein Einreiseverbot in die EU und das Einfrieren von Bankguthaben in Europa, wie aus EU-Kreisen in Brüssel verlautete. mehr lesen  
Militäroperation am Dienstagabend  Tunis - Die tunesische Regierung geht weiter gegen Extremisten vor. Bei einer Militäroperation in der Nacht zum Mittwoch seien im Süden des Landes ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 16°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 16°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 15°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 17°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 18°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 21°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten