Gas-Streit eskaliert - Lieferausfälle in Europa
publiziert: Dienstag, 6. Jan 2009 / 09:15 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 6. Jan 2009 / 22:31 Uhr

Kiew/Sofia - Bei eisigen Temperaturen ist die Versorgung mit russischem Erdgas in Teilen Europas zusammengebrochen. Der russische Monopolist Gazprom kürzte im Preisstreit mit der Ukraine die Lieferungen an den Nachbarn massiv.

Russland sitzt am langen Hebel - mit Auswirkungen für europäische Kunden.
Russland sitzt am langen Hebel - mit Auswirkungen für europäische Kunden.
6 Meldungen im Zusammenhang
Zahlreiche europäische Länder versicherten ihren Bevölkerungen, es seien genug Reserven da, um Haushalte und Industrie zunächst ausreichend zu versorgen. Die EU protestierte scharf gegen den Lieferstopp und forderte sofortige Verhandlungen.

Gazprom und das ukrainische Unternehmen Naftogas wollen am Donnerstag in Moskau ihre seit Silvester unterbrochenen Gespräche wieder aufnehmen. Die Entscheidung sei nach einem Telefonat mit Gazprom-Chef Alexej Miller gefallen, sagte Naftogas-Chef Oleg Dubina in Kiew. Naftogas und Gazprom streiten über die künftigen Preise und Bedingungen für Gaslieferungen.

Von dem Streit sind jetzt Länder in Mittel- und Westeuropa betroffen, weil es beim Transit russischen Gases durch die Ukraine zu drastischen Einschränkungen gekommen ist.

Spürbare Verknappung

Spürbar war die Verknappung unter anderem in Deutschland, Bulgarien, Ungarn, Kroatien, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Griechenland, Ungarn und der Türkei. Die Slowakei rief den Notstand aus. Am Abend meldete auch Serbien einen weitgehenden Ausfall russischer Gaslieferungen.

Gazprom regte zur Versorgungssicherheit den Bau zusätzlicher Speicher in EU-Staaten an.

Trotz der Eskalation des Gas-Streits erwartet der Verband der Schweizer Gasindustrie (VSG) weiterhin keinen Versorgungsengpass in der Schweiz. Nur rund 20 Prozent des importierten Erdgases stammten aus Fördergebieten in Russland, sagte Daniel Bächtold, Sprecher des VSG.

(smw/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Schweiz und Italien prüfen bei der Speicherung von Gas eine ... mehr lesen
Erdgas Rohrverlegungs-Verfahren auf hoher See. (Symbolbild)
Etschmayer Die Schweiz ist im momentanen Gaskonflikt zwar nicht Profiteur aber wohl einer der Staaten, die am glimpflichsten davon kommen. Nur ein Fünftel des Sc ... mehr lesen 
Moskau/Kiew - Mitten im tiefsten Winter erhält Westeuropa kein Gas mehr aus Russland über die Ukraine. Nach Angaben des ... mehr lesen
Europa muss seine Gasvorräte anzapfen.
Russland und die Ukraine beschuldigten sich gegenseitig, die Gaszufuhr nach Westen zu drosseln. (Symbolbild)
Zagreb/Ankara - Russland hat den Vorwurf des Gasdiebstahls gegen die Ukraine verschärft. Das Nachbarland habe allein am Sonntag ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Singapur - Die Ölpreise sind wegen der Eskalation im Nahen Osten und einer Verschärfung des Gasstreits ... mehr lesen
Wegen des Nahost-Konflikts steigen die Ölpreise.
Ach wie herrlich!
Alle 2 Jahre diese lustigen Gasstreits! Nun haben es die Russen aber einiges geschickter eingefädelt und beschuldigen die Ukraine, das Gas zu stehlen! Hut ab, liebe Russen. Denn wer will schon überprüfen können, wieviel Gas die Russen wirklich einspeisen?

Ah ja und die harte Haltung der EU! Entzückend... und da wollen die Linken beitreten? Ein lächerlicher Zusammenschluss feiger Hühner lässt Russland wohl kaum zittern.
Bis 2019 sollen die Bürger in der Europäischen Gemeinschaft 80 Prozent weniger der ganz leichten Plastiksäcke verwenden.
Bis 2019 sollen die Bürger in der ...
Bis 2019  Strassburg - Plastik verpestet Weltmeere, Flüsse und die Natur. Das EU-Parlament will deshalb in den kommenden Jahren die Plastik- und Kunststoffabfälle in der EU drastisch verringern. 
Heftige Kritik am Vorgehen des BAFU bei Plastiksäcken Bern - Interessierte Kreise haben am Freitag über die Umsetzung des vom Parlament beschlossenen ...
Über die Umsetzung des Verbots von Gratis-Plastiksäcken ist noch kein Entscheid gefallen.(Symbolbild)
Abspaltung von Moldawien  Chisinau - Das von der Republik Moldawien abtrünnige Transnistrien hat Russland und die UNO zur Anerkennung seiner Unabhängigkeit aufgefordert. Das Regionalparlament verabschiedete einstimmig eine Resolution, in der die internationale Gemeinschaft aufgerufen wird, die Region als «souveränen und unabhängigen Staat» anzuerkennen.  
Im Telefonat hat Putin seinen US-Kollegen vor «Extremisten» in Kiew gewarnt.
Putin wirbt für Beruhigung der Krise Moskau - In einem Telefonat mit US-Präsident Barack Obama hat der russische Staatschef Wladimir Putin Möglichkeiten für eine Beruhigung ... 2
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2083
    Man... darf sehr gespannt sein, was bei den Parlamentswahlen im Mai ... heute 09:44
  • keinschaf aus Henau 2196
    Ich habe... ...den Eindruck erhalten, dass sich die Ukrainer westlicher Ausprägung ... gestern 13:17
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2083
    Eines... der Hauptprobleme ist, dass in der ukrainischen "Regierung" keine ... gestern 13:00
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2083
    Sehr gut! Es gibt noch viel zu tun, nicht nur in ... gestern 12:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2083
    In... Russland wird in absehbarer Zeit selber einiges aus dem Ruder laufen. ... gestern 11:25
  • keinschaf aus Henau 2196
    soso... Also, habe ich das jetzt richtig verstanden? 300 Zivilisten versuchen ... gestern 11:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2083
    Mit... Boko Haram kann man weder reden noch verhandeln, dazu ist ihr Weltbild ... gestern 11:04
  • kubra aus Hawai 2846
    Oh. Jöhh ein keinSchaf mit Jöhh - Effect. Nice gestern 06:23
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 4°C 7°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 3°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen 5°C 8°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 4°C 11°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 5°C 11°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 5°C 14°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 9°C 17°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten