Gaslieferung nach Europa: Noch dauert das Warten an
publiziert: Freitag, 9. Jan 2009 / 09:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Jan 2009 / 23:54 Uhr

Moskau/Kiew - Nach der Einigung der Ukraine und Russlands auf eine Beobachtermission wächst die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Gaslieferstopps. Wann wieder Gas in Europa ankommt, bleibt aber offen.

José Manuel Barroso traf sich mit dem Vize-Premier der Ukraine, Hryhoriy Nemyria.
José Manuel Barroso traf sich mit dem Vize-Premier der Ukraine, Hryhoriy Nemyria.
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Die EU-Beobachter, Industrievertreter und Fachleute der EU-Kommission, nahmen ihre Arbeit in der Ukraine auf. Sie sollen zusammen mit Experten der russischen Gazprom und der ukrainischen Naftogaz den Transitfluss kontrollieren.

Man habe erste Gespräche mit Naftogaz und Gazprom geführt, sagte ein Sprecher von E.ON Ruhrgas. Wann der Einsatz an den Messstationen beginne, sei noch offen. Gazprom-Chef Alexej Miller sagte in Moskau, sobald eine Vereinbarung für den Einsatz der Experten unterzeichnet sei, werde Russland den Gashahn wieder aufdrehen.

Termin steht noch offen

Vorläufig blieb offen, wann der Gastransit wieder beginnen wird. Allerdings wird es ab dem Start dann noch rund drei Tage dauern, bis das Gas in Europa ankommen wird.

Nach Wiederaufnahme der Lieferungen werde das Erdgas 30 Stunden brauchen, um bis zur ukrainischen Grenze zu gelangen, und maximal weitere 36 Stunden durch die Ukraine, sagte der zuständige Sprecher der EU-Kommission.

Hundertausende leiden

Unterdessen litten weiter Hunderttausende Europäer unter dem ausbleibenden Gas. Allein in der bulgarischen Hauptstadt Sofia fiel an 31 Schulen der Unterricht aus. Seit Dienstag bekommt Bulgarien, das zu 95 Prozent von russischen Gaslieferungen abhängig ist, kaum noch Gas. In der Slowakei galt den vierten Tag in Folge der Gas-Notstand.

Erste Solidaritätslieferungen liefen jedoch an. So unterstützten Ungarn und die deutsche E.ON Ruhrgas Serbien mit fünf Millionen Kubikmeter Gas aus. Die Hilfsorganisation Help verteilte als Soforthilfe in Bosnien und Herzegowina 240 Tonnen Briketts an frierende Menschen.

(tri/sda)

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