EU hebt Sanktionen auf
Gbagbos Kämpfer wieder im Vormarsch
publiziert: Samstag, 9. Apr 2011 / 08:39 Uhr / aktualisiert: Samstag, 9. Apr 2011 / 10:38 Uhr
Gbagbos Truppen sind zurück.
Gbagbos Truppen sind zurück.

New York - Die EU hat einen Teil ihrer Sanktionen gegen die Elfenbeinküste aufgehoben. Damit sollten die «legitimen Behörden» der Regierung von Präsident Alassane Ouattara gestärkt werden, heisst es in einer Mitteilung des Ministerrates vom Samstag in Brüssel.

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Die Häfen von Abidjan und San Pedro, eine Raffinerie und die Behörde für den Kakaoexport wurden von einer Liste von Unternehmen genommen, deren Vermögen in der EU bisher eingefroren waren. Damit können auch wieder Zahlungen an diese Unternehmen geleistet werden.

Andere Sanktionen gegen den früheren Präsidenten Laurent Gbagbo und dessen Vertraute - beispielsweise Einreiseverbote und das Einfrieren von Konten - bleiben in Kraft.

Gbagbos Kämpfer auf dem Vormarsch

Einheiten des abgewählten Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, haben UNO-Angaben zufolge in der Wirtschaftsmetropole Abidjan wieder an Boden gewonnen.

Gbagbos Kämpfer seien bis auf einen Kilometer auf das Hauptquartier seines international anerkannten Nachfolgers Alassane Ouattara vorgerückt, teilte der Leiter der UNO-Friedensmissionen, Alain Le Roy, in New York mit.

Sie stünden nur noch einen Kilometer vom «Golf»-Hotel entfernt, in dem die Vereinten Nationen ihr Hauptquartier haben. Noch wenige Tage zuvor schien es nur eine Sache von Stunden zu sein, bis Gbagbo aufgibt und Ouattara Platz macht.

Nach Angaben von Le Roy verfügen die Kämpfer weiter über «zahlreiche Panzer und schwere Waffen». Die Kampfpause vom vergangenen Dienstag sei offenkundig nur ein Ablenkungsmanöver gewesen, «um ihre Position zu verstärken», sagte Le Roy.

Verhandlungen gescheitert

Drei Generäle des abgewählten Präsidenten hatten am Dienstag Verhandlungen über dessen Aufgabe geführt. Doch dann weigerte sich Gbagbo in einem Fernsehinterview, die Macht an seinen Rivalen abzugeben. Kurz darauf wurden die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Ouattaras Truppen kontrollieren inzwischen den grössten Teil des Landes, Gbagbo hält sich in einem Bunker seiner Residenz in Abidjan verschanzt. Versuche von Ouattaras Soldaten, ihn dort gewaltsam herauszuholen, schlugen bislang fehl.

Jüngste Vorschläge von Ouattaras Kämpfern, den belagerten langjährigen Machthaber «auszuhungern», lehnte der Leiter der UNO-Friedensmissionen ab. Die UNO-Mission in der Elfenbeinküste (UNOCI) habe kein Mandat für derartige Massnahmen, sagte Le Roy weiter.

(bert/sda)

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