Vermutlich dauerhaft gesperrt
Gebiet um Fukushima noch lange unbewohnbar
publiziert: Montag, 22. Aug 2011 / 09:42 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Aug 2011 / 21:24 Uhr
Das Gebiet um das Atomkraftwerk bleibt weiterhin gesperrt.
Das Gebiet um das Atomkraftwerk bleibt weiterhin gesperrt.

Tokio - Das Gebiet rund um die Atomruine Fukushima wird möglicherweise noch auf lange Sicht unbewohnbar bleiben. Vor einem endgültigen Entscheid bedürfe es aber noch eingehender Abklärungen, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Montag.

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Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es einige Gegenden geben könnte, wo es «für die Bewohner für lange Zeit schwer sein dürfte, in ihre Häuser zurückzukehren», sagte Edano. Der unter Rücktrittsdruck stehende Regierungsschef Naoto Kan will das nach eigenen Worten möglicherweise noch an diesem Samstag den Menschen in Fukushima vor Ort erklären.

Die Gegend im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk ist Sperrgebiet und darf nur mit staatlicher Genehmigung und Strahlenschutzkleidung betreten werden. Der Betreiber der havarierten Atomanlage, Tepco, will die Reaktoren bis Januar unter Kontrolle bringen. Nach jüngsten Angaben des Energiekonzerns ist die aus dem Atomkraftwerk weiterhin austretende Radioaktivität in den vergangenen Wochen weiter gesunken.

Warten auf Strahlenmessungen

Derzeit träten aus den Reaktoren 1, 2 und 3 noch maximal 200 Millionen Bequerel pro Stunde an radioaktiven Substanzen aus. Vor gut einem Monat waren es noch 1 Milliarde Bequerel.

Das Wissenschaftsministerium erwartet für die Bevölkerung an 15 von 50 Messpunkten im 20-Kilometer-Umkreis insgesamt eine Strahlenbelastung von über 100 Millisievert pro Jahr, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Damit würden die internationalen Grenzwerte überschritten.

Nach Angaben von Regierungssprecher Edano will der Staat zunächst weitere genaue Strahlenmessungen und Dekontaminierungsschritte abwarten sowie sich mit den betroffenen Gemeinden beraten. Erst dann werde endgültig über Dauer und Umfang der Sperrzone entschieden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag berichtete.

(bert/sda)

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