Rund 8000 Menschen massakriert
Gedenkfeier in Srebrenica
publiziert: Montag, 11. Jul 2011 / 13:11 Uhr
Grabsteine an der Völkermord-Gedenkstätte in der Nähe von Srebrenica.
Grabsteine an der Völkermord-Gedenkstätte in der Nähe von Srebrenica.

Srebrenica - Tausende Menschen sind anlässlich des 16. Jahrestages des Massakers von Srebrenica am Montag in den Ort im östlichen Bosnien-Herzegowina gekommen. Bei der Gedenkfeier werden die sterblichen Überreste von 613 Opfern des Massakers beigesetzt.

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Bis zu 8000 Menschen versammelten sich bereits am Sonntagabend an der Gedenkstätte in Potocari nahe Srebrenica, wo die Gedenkfeier abgehalten wird.

Der Tradition der Gedenkanlässe folgend waren sie zuvor drei Tage lang den etwa 110 Kilometer langen Weg gegangen, auf dem die bosnischen Muslime im Juli 1995 vor den bosnisch-serbischen Truppen geflohen waren.

Die sterblichen Überreste der 613 Opfer des Massakers waren in den vergangenen zwölf Monaten in Massengräbern entdeckt und anschliessend identifiziert worden. Die Opfer waren zwischen elf und 82 Jahre alt, als sie getötet wurden.

Rund 8000 Menschen getötet

Bei Gedenkfeiern in den vergangenen Jahren wurden beim Mahnmal bereits insgesamt 4524 Opfer des Massakers beerdigt. Zu der Gedenkfeier wurden auch die muslimischen und kroatischen Mitglieder des dreiköpfigen bosnischen Staatspräsidiums sowie Kroatiens Präsident Ivo Josipovic erwartet.

Das Massaker von Srebrenica vom Juli 1995 gilt als das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Damals waren die Truppen des bosnischen-serbischen Armeechefs Ratko Mladic in die UNO-Schutzzone Srebrenica einmarschiert. An den Blauhelmsoldaten vorbei hatten sie dann rund 8000 Muslime verschleppt und getötet, vorwiegend Männer und Jungen.

Mladic war am 26. Mai in Serbien nach 16 Jahren auf der Flucht verhaftet worden. Neben dem früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic, der 2008 verhaftet wurde, gilt Mladic als der Hauptverantwortliche für das Massaker, das von internationalen juristischen Instanzen als Völkermord eingestuft wird. Beide müssen sich in Den Haag vor dem Kriegsverbrechertribunal verantworten.

(dyn/sda)

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