25 Jahre Atomkatastrophe von Tschernobyl
Gedenkfeiern für 25. Jahrestag von Tschernobyl
publiziert: Montag, 25. Apr 2011 / 20:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Apr 2011 / 20:47 Uhr
Blick aus der aufgegebenen Stadt Pripyat auf den Unglücksreaktor von Tschernobyl.
Blick aus der aufgegebenen Stadt Pripyat auf den Unglücksreaktor von Tschernobyl.

Kiew - Inmitten der Sorge um das Unglück im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima gedenkt die Welt an diesem Dienstag des 25. Jahrestags der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

3 Meldungen im Zusammenhang
Am 26. April 1986 um 01.23 Uhr war der Reaktor 4 des Kraftwerks im Norden der Ukraine explodiert, nachdem er sich nach einem ausser Kontrolle geratenen Experiment überhitzt hatte.

Am Dienstagvormittag werden hochrangige Politiker sowie der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill am Ort des Unglücks zu einer Gedenkfeier zusammenkommen und einen Kranz für die gestorbenen Liquidatoren niederlegen.

Neben dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch kündigte auch sein russischer Kollege Dmitri Medwedew seine Teilnahme an. Die «wichtigste Lehre» aus den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima sei es, «den Leuten die Wahrheit zu sagen», sagte Medwedew am Montag bei der Ehrung mehrerer Liquidatoren im Kreml.

Die sowjetische Führung hatte in den vier Jahren nach der Katastrophe 600'000 sogenannte Liquidatoren entsandt, um das Feuer zu löschen und die Schäden in und um das Kraftwerk zu beseitigen. Die oft kaum geschützten Männer wurden dabei hoher Strahlung ausgesetzt.

Verheimlicht

Die sowjetische Führung unter Präsident Michail Gorbatschow versuchte zunächst, den Unfall zu verheimlichen. Die drei Kilometer von Tschernobyl entfernte 48'000-Einwohner-Stadt Pripjat wurde erst am 27. April evakuiert.

Erst nachdem Schweden am 28. April hohe Strahlenwerte registriert hatte, gestand Moskau den Vorfall ein. Doch auch später informierten die Behörden nur unzureichend über das Ausmass des Unfalls. Die verbliebenen Reaktoren von Tschernobyl wurden trotz weiterer Vorfälle erst auf internationalen Druck im Dezember 2000 endgültig stillgelegt.

Weite Gebiete verseucht

Infolge des Unglücks in dem nur wenige Kilometer von der weissrussischen Grenze gelegenen Kraftwerk wurden weite Gebiete der Ukraine, Russlands und Weissrusslands verseucht.

Die Strahlung, die der Explosion von mindestens 200 Hiroshima-Atombomben entsprach, breitete sich auch über weite Teile Europas aus.

Der nach dem Unglück errichtete Beton-Sarkophag über dem zerstörten Reaktor wurde über die Jahre brüchig. Die internationale Gemeinschaft versprach vergangene Woche in Kiew, sich mit 550 Millionen Euro an dem Bau einer neuen Stahlhülle zu beteiligen.

(et/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - 25 Jahre nach der ... mehr lesen
Präsident Dmitri Medwedew würdigte an einer Gedenkveranstaltung den «Heldenmut» und die «Selbstaufopferung» der sogenannten Liquidatoren. (Archivbild)
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon besuchte das Atomkraftwerk Tschernobyl.
Tschernobyl - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat bei einer Besichtigung des Atomreaktors Tschernobyl mehr Sicherheit von Nuklearanlagen gefordert. Aus den Unglücken in Tschernobyl ... mehr lesen 1
Kiew - Unter dem Eindruck der Fukushima-Katastrophe hat die internationale ... mehr lesen
Warnschild vor dem verstrahlten Gebiet um Tschernobyl.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Heute Nachmittag ist es auf der Autobahn A14 in Ebikon zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Auto gekommen. Der Lastwagen durchbrach anschliessend die Leitplanke und fuhr ... mehr lesen
Durch den Unfall entstanden an den Fahrzeugen, an der Strasseneinrichtung und am Radargerät ein Sachschaden von über 100'000 Franken.
Die Wege mancher Autofahrer sind unergründlich.
Am Dienstag, 31. Mai 2016, kurz vor 08.30 Uhr, ereignete sich im Bereich der Unterführung Rothausstrasse in Muttenz BL eine Frontalkollision zwischen zwei ... mehr lesen  
Beim Kiesabladen in Gretzenbach SO  Gretzenbach SO - Beim Abladen von Kies ist am Dienstag ein Lastwagen in Gretzenbach SO auf die Seite gekippt. Der Chauffeur zog sich ... mehr lesen  
Nach einer medizinischen Erstversorgung durch die Ambulanz wurde er mit dem Helikopter in ein Spital geflogen.
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 4°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 2°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern 2°C 4°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee freundlich
Genf 2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 5°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten