Gedenktag zur Abschaffung der Sklaverei
publiziert: Mittwoch, 10. Mai 2006 / 15:02 Uhr

Paris - Frankreich hat seinen ersten Gedenktag zur Abschaffung der Sklaverei begangen.

«Den anonymen Opfern der Sklaverei muss Erinnerung und Gerechtigkeit zuteil werden.»
«Den anonymen Opfern der Sklaverei muss Erinnerung und Gerechtigkeit zuteil werden.»
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«Den anonymen Opfern der Sklaverei muss Erinnerung und Gerechtigkeit zuteil werden», sagte Staatspräsident Jacques Chirac in Paris.

Für Frankreich sei der Tag «eine wichtige Etappe». «Einer der Schlüssel für unseren sozialen Zusammenhalt ist es, unsere gesamte Vergangenheit zu betrachten», sagte Chirac.

Frankreich müsse diesen Teil seiner Geschichte «ohne Abstriche» annehmen, «aber auch ohne zu erröten, weil die Republik mit dem Kampf gegen die Sklaverei geboren wurde».

Sklaverei bis 1848

Französische Schiffe transportierten nach Schätzungen von Historikern zwischen dem 16. und der Mitte des 19. Jahrhundert 1,2 Millionen Sklaven vor allem von Afrika nach Amerika.

Abgeschafft wurde die Sklaverei erstmals kurz nach der Französischen Revolution 1794; Kaiser Napoléon führte sie dann aber wieder ein. 1848 wurde die Sklaverei endgültig auch in den französischen Überseegebieten verboten.

Der Sklaverei-Gedenktag war seit Jahren von Abgeordneten aus Übersee gefordert worden und gilt auch als Zugeständnis an die heute rund fünf Millionen farbigen Bürger Frankreichs. Chirac hatte bei der Ankündigung des Erinnerungstages im Januar die Sklaverei auch als eine Wurzel des heutigen Rassismus bezeichnet.

(bert/sda)

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