Gefängnis bedingt für Grenadier nach Schiessunfall
publiziert: Freitag, 2. Jun 2006 / 20:10 Uhr

Bern - Der tödliche Schuss auf einen Offizier vom 3. Januar 2005 führt für einen ehemaligen Grenadier zu einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung.

Das Militärgericht 4 in Bern verhängte gegen den Mann eine bedingte Gefängnisstrafe von 45 Tagen.
Das Militärgericht 4 in Bern verhängte gegen den Mann eine bedingte Gefängnisstrafe von 45 Tagen.
Das Militärgericht 4 in Bern verhängte gegen den Mann eine bedingte Gefängnisstrafe von 45 Tagen. Der 33-jährige Mann hatte den fatalen Schuss auf seinen Vorgesetzten im Rahmen einer Gefechtsübung in St. Maurice VS abgegeben.

Opfer war ein 24-jähriger Offizier, der bei einer Übung zum Thema Botschaftsschutz einen Angriff mit einem Messer auf den Angeklagten simulierte.

Dabei griff dieser reflexartig zur Waffe, entsicherte sie, schoss dem Offizier in die Brust und verletzte ihn tödlich.

Er sei von der für ihn unvermittelten Demonstration des Vorgesetzten überrascht worden, sagte der Todesschütze dem Gericht unter Tränen. Es sei ihm unbegreiflich, dass er abgedrückt habe.

Kein regelkonformes Verhalten

Der Gutachter erklärte, sowohl der Todesschütze als auch der Offizier hätten sich nicht reglementskonform verhalten. Der Angeklagte hätte den Abzug der Waffe nicht betätigen dürfen, falls er realisiert habe, was der Vorgesetzte beabsichtige. Eine der vier militärischen Sicherheitsregeln sei, jede Waffe als geladen zu betrachten und sich entsprechend zu verhalten.

Das Opfer wiederum hätte spätestens in jenem Moment «schalten» müssen, als es von der Rolle des Übungsleiters in jene des simulierten Messerstechers gewechselt habe, so der Sachverständige. Der Offizier hätte vor der Simulation die laufende Übung der Gruppe also nicht nur unterbrechen, sondern abbrechen und die Gewehre entladen lassen müssen.

Das Gericht stützte sich in seinem Urteil im Wesentlichen auf die Erkenntnisse des Gutachters ab. Insgesamt sei das Verschulden des Mannes trotz des schlimmsten eingetretenen Falles «nicht übermässig» und eine bedingte Gefängnisstrafe von 45 Tagen angemessen.

(smw/sda)

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