Gegen freie Pensionskassenwahl
publiziert: Freitag, 17. Mrz 2006 / 18:26 Uhr

Bern - Die freie Wahl der Pensionskasse ist für den Bundesrat zurzeit «kein wünschbares Modell» zur Weiterentwicklung der Zweiten Säule.

Die freie Pensionskassenwahl wäre für alle Beteiligten kostentreibend.
Die freie Pensionskassenwahl wäre für alle Beteiligten kostentreibend.
Sie würde nur die Kosten in die Höhe treiben, hält die Landesregierung fest.

Bei der beruflichen Vorsorge sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute an die Pensionskasse ihres Arbeitgebers gebunden. Die damit einhergehenden Risiken haben in den letzten Jahren den Ruf laut werden lassen, ihnen mehr Entscheidungsfreiheit und eine bessere Kontrolle über ihre Vorsorgeguthaben einzuräumen.

Laut Bundesrat wurde die Zweite Säule seit ihrer Einführung Anfang 1985 bereits «Schritt für Schritt individualisiert». Ihre Stabilität und ihre Effizienz beruhten aber hauptsächlich auf dem Prinzip der Kollektivität. Ein Risikotransfer auf die Versicherten würde das System und das Kosten-Leistungsverhältnis schwächen.

Die freie Pensionskassenwahl wäre nach Auskunft des Bundesrates für alle Akteure kostentreibend - insbesondere aber für den Staat, der für die Verluste der Versicherten aufkommen müsste. Bereits im vergangenen September hatte auch die Eidgenössische BVG-Kommission davor gewarnt und einstimmig vorgeschlagen, die Idee nicht weiter zu verfolgen.

Zwei Expertenberichte

Bei seinem Entscheid stützte sich der Bundesrat auf zwei Expertenberichte. Untersucht wurden drei Szenarien: die volle freie Pensionskassenwahl (keine Verbindung zum Arbeitgeber mehr), die freie Wahl im überobligatorischen Bereich und die freie Wahl innerhalb der Pensionskasse unter verschiedenen Vorsorgeplänen des Überobligatoriums.

Nach Ansicht des einen Expertenbüros wäre das dritte Szenario ein gangbarer Weg. Einzelne Individalisierungselemente wurden effektiv mit der 1. BVG-Revision schon eingeführt. Das andere Expertenbüro befand alle drei Szenarien für nicht machbar und schlug eine kollektive Risikoversicherung mit der freien Wahl eines Vorsorgeplans vor.

(fest/sda)

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