Politische Kampagne
Gegner der SVP-Initiative gaben deutlich mehr Geld für Werbung aus
publiziert: Montag, 17. Feb 2014 / 20:05 Uhr
Das meistbeworbene Plakat in der Schweiz.
Das meistbeworbene Plakat in der Schweiz.

Zürich - Die Gegner der SVP-«Masseneinwanderungs»-Initiative haben im gesamten Kampagnenverlauf von Oktober bis Januar 5,6 Mio. Fr. für Werbung ausgegeben. Damit war das Werbebudget der Gegner mehr als doppelt so gross wie das der Befürworter, die im selben Zeitraum 2,1 Mio. Fr. ausgaben.

8 Meldungen im Zusammenhang
Auf die einzelne Stimme heruntergebrochen, bedeutet das, dass jeder Nein-Stimme 3,85 Fr. und jeder Ja-Stimme 1,45 Fr. an Werbegeldern zugrunde lagen, wie das Marktforschungsunternehmen Media Focus berechnet hat.

Insgesamt gaben Befürworter und Gegner der Initiative bis Ende Januar 7,7 Mio. Fr. für die Beeinflussung der Wähler aus - davon 5,3 Mio. Fr. allein im Januar.

Die am Montag veröffentlichte Studie zeigt zudem, dass die Parole «Nein zur Masseneinwanderungsinitiative» das im Januar am stärksten beworbene «Produkt» war. Die Nein-Parole lag damit hinsichtlich Werbeausgaben noch vor der Auktionsplattform olx.ch und der Fast-Food-Kette McDonald's.

Auf Rang vier folgte die Parole «Ja zur FABI-Vorlage». Das «Ja zur Masseneinwanderungsinitiative» rangierte nicht unter den zehn im Januar am stärksten beworbenen Produkten.

Insgesamt wurden im Januar fast 12 Mio. Fr. für politische Kampagnen ausgegeben, womit sich die Ausgaben in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Abstimmungskampfs fast verdoppelten.

Trotz der hohen Ausgaben für politische Kampagnen und einzelne Produktgruppen blieben die Gesamtwerbeausgaben im Januar unter dem Vorjahreswert zurück: Sie betrugen 327,2 Mio. Franken, was gegenüber dem Januar des letzten Jahres einem Minus von 0,8 Prozent entspricht.

 

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Solothurn/Aarau - Ein Inserat des ... mehr lesen 5
Umstrittene Werbung gegen die Masseneinwanderungsinitiative ist legal
Bern - Gut 10'000 Menschen haben ... mehr lesen 6
Fahnen, bunte Ballone und viele Transparente prägten das Bild auf dem Bundesplatz.(Symbolbild)
Staatssekretär Jacques de Watteville.
Bern - Nach dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative könnte es für Schweizer Banken schwieriger werden, in EU-Ländern ihre Dienstleistungen anzubieten. Dies sagte ... mehr lesen 4
Genf - UNO-Rassismus-Experten haben am Freitag Bedauern über das Schweizer ... mehr lesen 2
Die Schweiz ist gemäss Manuel Vazquez an internationale Normen gebunden. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Als erstes will der Bundesrat ein Umsetzungskonzept für die nötige Gesetzgebung ausarbeiten.
Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch eine erste Aussprache zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative geführt. Konkrete Entscheide sind nicht gefallen, jedoch hat die Regierung ... mehr lesen
Brüssel - Nach dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative ... mehr lesen
Bundesrat Didier Burkhalter.
Zuwanderungsinitiative: Da die Fehlerquote bei plus/minus drei Prozent liegt, ist sowohl ein Ja als auch ein Nein möglich.
Bern - Volk und Stände haben der ... mehr lesen 19
Offenbar...
sind die Gegner der Initiative immer noch der Meinung die Stimmbürger haben einen Fehler gemacht!
Nein! 50,3% der Wähler haben eingesehen: Ihr seid der Fehler!
Kein Geheimnis
Es ist kein Geheimnis, dass grosse Teile dieser Partei gegen die Initiative waren; insbesondere natürlich der "wirtschaftsliberale" Flügel, der bald einzige Flügel, der bei allen Parteien noch klar erkennbar ist. Erstaunlicherweise aktuell vor allem bei der SP, was natürlich deren Wählern nicht auffällt - wahrscheinlich ist deren Bildung dafür einfach zu hoch.

Nur die Medien und natürlich die exponierten Köpfe der Verlierer singen das SVP-Lied. Aus durchsichtigen Motiven; man braucht dann nicht mehr über die Bürgerinnen und Bürger zu diskutieren, die der Vorlage zugestimmt haben, sondern schiebt es einfach der unbeliebten SVP in die Schuhe.

Es sind ja einmal mehr die Gegner der SVP, die es lieben, über ihr Feindbild zu sprechen. Das ist einfacher, als sich mit den Realitäten anzufreunden. Die Realitäten wären, dass in diesem Land sicher 2/3 dieser 50,3 % den Schnabel von den anderen ziemlich voll haben. Und mit den anderen sind genau die NEIN-Sager gemeint, die seit dem Abstimmungssonntag herumjammern, weil man diesen tranigen Egoisten das Lieblings-Spielzeug aus den Fingern geklopft hat.

Was in diesen Tagen in den Medien abging, erinnert mich an Gehirnwäscheprogramme aus Radio Goebbels. Nicht, dass mich das erstaunt hätte, denn die Profiteure der Masseneinwanderung hätten garantiert keine Probleme mit einer Gesinnungsdiktatur, solange diese zu ihren Gunsten handelt.

Das richtig schöne an diesem Pack ist, dass sie sich jetzt seit Monaten auf alle möglichen Arten abschätzig über die Verlierer der Masseneinwanderung ausgelassen haben. Wer vom Arbeitsmarkt verdrängt wurde, hat halt einfach etwas falsch gemacht oder musste einsehen, dass er "zu wenig gut" sei. Das sei auch gar nicht so tragisch - denn dafür hätten wir ja das Sozialamt.

Doch das Pack plus deren Fussgesindel jammert jetzt seit Tagen über jeden Sack Kartoffeln, der irgendwo im Vertragsfilz zwischen der Schweiz und der EU umkippt und dabei hat noch keiner von denen den Gurt ein winziges bisschen enger schnallen müssen.
Wie werden denn diese armseligen Figuren jammern, wenn es ihnen mal ans Eingemachte geht?

Die Demokratie ist offenbar gerade gut genug, um die Verbrechen aus Bundesbern abzusegnen. Einspruch grundsätzlich abgelehnt.
Wer sich trotzdem dazu ereifert, gegen den Bundesrat, gegen die Verwaltung, gegen die Abzocker und Heuschrecken, gegen die Christoph Daums dieses Lands und gegen die Sozis, die deren Handlanger spielen, abzustimmen, der muss sich nachher tagelang von den Verlierern öffentlich beschimpfen und als "bildungsfern" bezeichnen lassen.

Was für ein tolles, tolerantes, weltoffenes und erzdemokratisches, gottverdammtes Dreckspack dieser verfilzte Mittelinks-Sauhaufen doch ist!
Man sagt, Terror beginne im Kopf. Darum sage ich Ihnen, für dieses Dreckspack habe ich künftig genausoviel Verständnis und Nachsicht, wie vice versa. Nein-Sager vom vorletzten Sonntag sollten mich physisch meiden - es könnte sonst zu ernsthaften Kopfverletzungen kommen.
Der Grund ist einfach
Die SVP bzw. deren Führer, wollten gar kein JA sondern einfach einmal mehr eine Initiative als Werbemittel um im Gerede zu bleiben.

Deshalb hat man sich im Abstimmungskampf kaum gezeigt und auch nur halbherzig als Alibiübung ein Minimum an Aufwand getrieben.

Das JA wird jetzt natürlich von Blocher und Co zelebriert aber so richtig glücklich sind die Führer der SVP wohl kaum damit, hängen sie doch eng zusammen mit den Wirtschaftsoberen und hegen sowieso eher neoliberales Gedankengut à la Tea Party.

Trotzdem, Bravo SVP für diese Initiative. Ob gewollt oder nicht, ein JA ist passiert und das ist gut.
Jetzt muss man die Ecopop unterstützen. Blocher wird natürlich genug Ausreden haben dies nicht zu tun.

Das Volk aber wird nicht darauf hören was die Politdeppen zu sagen haben.
Passiert nichts bis 2015 was anzunehmen ist, wird Ecopop einen Erfolg einfahren, und das ist dann die richtige Keule für die Personenfreizügigkeit.
Dann ist die Begrenzung klar formuliert und kann nicht umgangen werden.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte ... mehr lesen
Ständerat und kleine Kammer kommen zu keinem gemeinsamen Nenner.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder verabschiedeten an ihrer Mitgliederversammlung eine Resolution an die Adresse von Bundesrätin Doris Leuthard. mehr lesen  
Die Zustimmung zur Pro-Service-public-Initiative ist gesunken.
Zustimmung bröckelt  Bern - Bei der Pro-Service-public-Initiative, die von Bundesrat und allen Parteien im Parlament bekämpft wird, zeichnet sich ein offenes Rennen ab. ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Basel -1°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
St. Gallen -3°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern -2°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Luzern -1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Genf 3°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 4°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen Schneeregenschauer
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten