Reaktionär
Gegner der Stiefkindadoption für Homosexuelle drohen mit Referendum
publiziert: Dienstag, 31. Mai 2016 / 16:25 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 31. Mai 2016 / 16:59 Uhr
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.

Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen.

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Nach dem Ständerat sprach sich am Montag auch der Nationalrat dafür aus, dass Homosexuelle Kinder ihres Partners oder ihrer Partnerin in Zukunft adoptieren dürfen. Heute ist die Stiefkindadoption Ehepaaren vorbehalten. Künftig soll sie in allen Paarbeziehungen möglich sein, unabhängig vom Zivilstand und von der sexuellen Orientierung.

Zwar haben die Räte noch nicht alle Differenzen bei der Änderung des Adoptionsrechts bereinigt. Nach dem Entscheid vom Montag sind sie sich aber einig, dass der Weg für die Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Ehepaare freigemacht werden soll.

Das Komitee «Nein zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare» zeigt sich enttäuscht über den Entscheid des Nationalrates. Damit werde eine «Büchse der Pandora» geöffnet und das Kindeswohl «auf dem Altar von nimmersatten Ideologien geopfert», schreibt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Das Komitee sei bereit, nach der Schlussabstimmung im Parlament das Referendum zu ergreifen.

Präsidiert wird das Komitee von JSVP-Vizepräsident Jean-Philippe Gay-Fraret und Fritz Kohler, der im Vorstand der EDU Schweiz sitzt. Weitere namhafte Mitglieder sind die SVP-Nationalräte Yves Nidegger (GE), Andrea Geissbühler (BE), Erich von Siebenthal (BE) und Verena Herzog (TG), sowie der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler. Im Komitee ist auch Hans Moser, Präsident der EDU Schweiz.

 

(fest/sda)

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es geht nicht nur um homosexuelle
ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es auch normalos. Es ist nämlcih zum heutigen zeitpunkt auch verboten, das volljährige Stiefkind zu adoptieren, wenn gemeinsame Kinder da sind. Dies wäre mit dem neuen Gesetzt endlich abgeschafft worden. Meine Tochter will ihren Vater auch auf dem Papier. Hoffentlich kommen nicht genügend unterschriften zustande. Und homosexuelle können ja nicht einfach kinder adoptieren sondern nur die Stiefkinder, des partners, die ja heute dann einfach keinen Vater eingetragen haben. Also verhindern das ein homopaar kinder produziert kann man ja so eh nicht. Und da nützen auch keine Sprüche wie jedes kind braucht vater und mutter. Manchmal will einfach der Erzeuger nicht . und dann?
Kirchliche Kreise . . .
. . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu gleichgeschlechtlicher Liebe. Leider musste gerade diesen Kreisen eine Vielzahl von Missbräuchen an Kindern nachgewiesen werden. Es ist daher mehr als stossend, dass sich gerade diese Leute gegen eine völlig logische, dem Kindeswohl dienende Adoption wehren. Dumm nur, das gerade die unmenschliche, zölibatäre Lebensweise homophobes Verhalten geradezu fördert und die Kinder nun diesen Wahnsinn ausbaden müssen. Notabene im 21. Jahrhundert.
Kindeswohl egal!
Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die sollen nach Auffassung einer extremistischen Minderheit unseres Volkes in irgendeinem Heim aufwachsen?
Wo bleibt da der Kinderschutz? Wo bleibt da das Eternrecht?
Die Rechtskonservativen, und das sind nun mal die Hauptakteuer des Antikomites, nutzen halt jede Gelegenheit, unter der Gesellschaft Unfrieden zu stiften. Die sind gegen Europa, die sind gegen Ausländer, die sind gegen die Sicherung der AHV, die gegen alles, was dem Zusammenhalt der Gesellschaft zuträglich ist, weil sie politisch davon profitieren. Überall, wo Unzufriedenheit herrscht, schüren die das Feuer.
Kinder sind denen völlig egal. wichtig ist ihnen ihre Vorstellung vom Leben. So wie leben, nur so ist es richtig: Hass gegen alles, was nicht in deren Vorstellung passt.
Wer jemals neben der Verena Herzog in einer Sitzung sass und diese Verbitterung erlebte, der weiss und ahnt das Lebensfeindliche, das in solchen Leuten steckt. Kindeswohl ist da wohl nicht zu finden.
.
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