Geheimdienst-Chefin warnt vor Terroranschlägen
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 07:05 Uhr

London - Der britische Geheimdienst geht davon aus, dass derzeit bis zu 30 grössere Terroranschläge im Land geplant werden. Die künftigen Bedrohungen dürften auch den Einsatz von Chemikalien oder von Atomtechnologie umfassen.

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Junge britische Muslime würden auf einen Einsatz als Selbstmordattentäter vorbereitet. Ihre Mitarbeiter seien etwa 1600 Verdächtigen auf der Spur. sagte die Chefin des Geheimdienstes MI5, Eliza Manningham-Buller, britischen Medienberichten zufolge. Die meisten von ihnen seien in Grossbritannien geboren und unterhielten Kontakte zu Al-Kaida.

Aus so genannten Märtyrer-Videos gehe hervor, dass Selbstmordattentäter ihre Motivation zum Teil durch die als anti- islamisch empfundene britische Aussenpolitik bezögen, sagte Manningham-Buller. Insbesondere betreffe dies das Engagement Grossbritanniens im Irak und in Afghanistan.

Im vergangenen Jahr waren bei Anschlägen von Selbstmordattentätern auf das Londoner Nahverkehrssystem 52 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden.

(ht/sda)

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