US-Geheimdienstaffäre
Geheimdienste suchen in Online-Spielen nach Terroristen
publiziert: Montag, 9. Dez 2013 / 16:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Dez 2013 / 17:29 Uhr
World of Warcraft ist eines der grössten virtuellen Rollenspiele.
World of Warcraft ist eines der grössten virtuellen Rollenspiele.

Berlin - Vorsicht: Hinter diesem Gnom steckt womöglich ein Spion. Britische und US-Geheimdienste haben Medienberichten zufolge millionenfach genutzte Online-Rollenspiele ins Visier genommen.

9 Meldungen im Zusammenhang
Die US-Dienste CIA und NSA und der britische GCHQ schickten Undercover-Agenten in die Spielwelten von World of Warcraft und Second Life, berichteten heute der «Guardian», «ProPublica» und die «New York Times». Sie beriefen sich auf geheime Dokumente des Informanten Edward Snowden.

Danach waren in dem Online-Spiel Second Life so viele Agenten unterschiedlicher US-Geheimdienste unterwegs, dass eine gesonderte Koordinierungsstelle eingerichtet werden musste. Sie sollte verhindern, dass sich die Dienste gegenseitig in die Quere kommen.

Die Geheimdienste hätten sich ausserdem Zugang zu dem Netzwerk der Microsoft-Spielekonsole Xbox verschafft, das weltweit fast 50 Millionen Nutzer hat.

World of Warcraft ist eines der grössten virtuellen Rollenspiele. Millionen Spieler ziehen hier als Gnome, Trolle, Orks oder Zwerge ins Feld. Das Spiel wird von einer kalifornischen Firma, Blizzard Entertainment, hergestellt.

Ein Sprecher sagte dem «Guardian», man wisse nichts von einer Überwachung. «Wenn das stattfand, war es ohne unser Wissen oder unsere Erlaubnis.»

Die Geheimdienste gingen offenbar davon aus, dass mögliche Terroristen über die Onlinespiele Nachrichten und Geld austauschten. Die Unterlagen gäben jedoch keinen Hinweis darauf, dass die Überwachung der Spielewelten Informationen über Terrorgruppen zu Tage gefördert habe, schrieben die Medien.

Onlinespiele zeichneten die Aktivitäten ihrer Nutzer auf, sagte Peter Singer vom Thinktank Brookings Institution zu «ProPublica». Daher eigneten sie sich nicht zum heimlichen Austausch in Terrorgruppen.

Die Idee liegt allerdings nicht so fern: Auch das amerikanische Militär nutzt Online- und Computerspiele zum Training seiner Soldaten.

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Raleigh - Einer aktuellen Studie ... mehr lesen 4
Forscher belegen: Online-Spiele bereichern das Sozialleben.
Yahoo musste Inhalte aus über 30'000 Nutzer-Accounts herausgeben.
New York - Die Internet-Konzerne ... mehr lesen
Ein US-Bundesgericht hat das massenhafte Sammeln von Telefondaten des Geheimdienstes NSA in den USA als offensichtlich verfassungswidrig bezeichnet. Der Richter erwartet, dass die Regierung von Präsident Barack Obama gegen den Entscheid Rekurs einlegen wird. mehr lesen 
Im US-Geheimdienst NSA gibt es ... mehr lesen
Bei der NSA gibt es Befürworter einer Amnestie für den IT-Spezialisten Edward Snowden. (Archivbild)
Washington - Die NSA kann nach neuen Enthüllungen massenhaft Handy-Gespräche abhören. Dabei nutze der US-Geheimdienst aus, dass die rund 30 Jahre alte Verschlüsselung des Mobilfunk-Standards GSM geknackt sei, schreibt die «Washington Post». mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Edward Snowden: Von den Lesern gewählt.
Die Leser der britischen Zeitung «The Guardian» haben den US-amerikanischen Whistleblower Edward Snowden zur Person des Jahres gewählt. Abgeschlagen auf dem zweiten Platz landeten die ... mehr lesen
Washington - US-Präsident Barack Obama hat schärfere Regeln für die Überwachungspraxis des weltweit in die Kritik geratenen US-Geheimdienstes NSA angekündigt. Er werde im Januar Regelungen zur «Selbstbeschränkung» des NSA vorschlagen, sagte Obama in einem TV-Interview. mehr lesen  1
Guardian Herausgeber Alan Rusbridger.
Vom brisanten Geheimdienst-Material des US-Informanten Edward Snowden ist nach Angaben der Zeitung «Guardian» erst ein Bruchteil an die Öffentlichkeit gelangt. Man selbst ... mehr lesen
Bekannte Fälle?
Gibt es irgendeinen bekannten Fall von Terrorismus im oder mithilfe des Internets? Viele glauben ja, das sei einfach nur ein Mythos...
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung bei domains.ch.
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung ...
SMS-Token zusätzlich zu deinem domains.ch Passwort  St. Gallen - Domains sind ein wertvolles immaterielles Gut. Nicht vorzustellen was passieren würde, wenn dein operativer und Umsatz bringender Online-Shop auf einmal gekapert würde. Alle E-Mail Geschäftskorrespondenzen nicht mehr ankämen und Unfug mit deiner Domain getrieben würde. mehr lesen 
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den Stecker. Die Gelegenheit scheint günstig diesen überfälligen Schritt zu vollziehen. Die ... mehr lesen
Kein Erfolg wegen fehlendem Domainnamen? Google Plus
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital ... mehr lesen  
Geofencing machte es möglich  Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für Schwangerschaftsabbrüche ... mehr lesen  
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 2°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Basel 1°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 2°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, wenig Schnee
Bern 1°C 2°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeregenschauer
Luzern 3°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Genf 0°C 4°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 7°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten