Geheimes Atomwaffenprogramm - Beziehung zu USA belastet
publiziert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 17:29 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 19:14 Uhr

Seoul - Nordkorea hat überraschend die heimliche Weiterentwicklung seines Atomwaffenprogramms eingestanden. Damit provozierte Pjöngjang einen neuen Rückschlag in den Beziehungen zu den USA und der Europäischen Union.

Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Richard Boucher, sagte, Regierungsvertreter in Pjöngjang hätten in Gesprächen mit einer US-Delegation unter Leitung von Unterstaatssekretär James Kelly zugegeben, bereits seit Jahren ihr Atomwaffenprogramm heimlich fortzuführen.

Nordkorea hatte sich am 21. Oktober 1994 in einem in Genf geschlossenen Abkommen mit den USA dazu verpflichtet, sein Atomwaffenprogramm einzufrieren. Im Gegenzug sollte das Land zwei Leichtwasserreaktoren erhalten. Mit deren Bau wurde vor zwei Monaten begonnen.

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident George W. Bush sind die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea gespannt. Anfang des Jahres bezeichnete Bush das Land zusammen mit Irak und Iran als Achse des Bösen.

International wurde das Eingeständnis Nordkoreas mit Besorgnis und Zurückhaltung aufgenommen. Eine Sprecherin der EU-Kommission forderte eine sofortige Klärung der sehr ernstzunehmenden Anschuldigungen. Sollten sich die US-Angaben bestätigen, sei weitere EU-Hilfe an Pjöngjang für den Bau eines Atomkraftwerks fraglich.

China und Japan riefen zu einer friedlichen Lösung des Konflikts auf. Russland kündigte Konsultationen mit Nordkorea an, um den US-Vorwürfen nachzugehen. Der südkoreanische Präsident Kim Dae Jung nannte die Pläne Nordkoreas nach Angaben seines Sicherheitsberaters Im Seung Joon inakzeptabel.

Nach Angaben eines Sprechers der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat Nordkorea schon seit 1993 keine Inspektoren mehr ins Land gelassen. Drei bis fünf Jahre würden Kontrollen jetzt dauern, um die Datenlücke der letzten zehn Jahre zu schliessen und zu zuverlässigen Ergebnissen zu kommen.

(sda)

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