Geiseln im Sudan frei
publiziert: Freitag, 13. Mrz 2009 / 22:10 Uhr

Rom - Die drei Geiseln im Sudan sind frei. Das teilten das italienische und das französische Aussenministerium mit. Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) waren in der Nacht zum Donnerstag entführt worden.

Ärzte ohne Grenzen hat die meisten Mitarbeiter aus Darfur abgezogen. (Symbolbild)
Ärzte ohne Grenzen hat die meisten Mitarbeiter aus Darfur abgezogen. (Symbolbild)
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Sie stammen aus Kanada, Italien und Frankreich. Auf welche Weise die Geiseln freikamen, war zunächst nicht bekannt. Aus MSF-Kreisen in Italien verlautete, es sei kein Lösegeld gezahlt worden.

Die sudanesischen Behörden hatten zuvor den Aufenthaltsort der Verschleppten ausfindig gemacht und sich optimistisch zu ihrer baldigen Freilassung geäussert.

Die drei Mitarbeiter der belgischen MSF-Sektion waren in ihrem Büro in Norddarfur überfallen und gemeinsam mit zwei einheimischen Mitarbeitern verschleppt worden. Die Geiselnehmer liessen die beiden Sudanesen nach kurzer Zeit wieder frei.

Ärzte ohne Grenzen zogen daraufhin rund 30 Mitarbeiter aus Darfur ab. Nur vier ausländische Mitarbeiter würden vor Ort bleiben, sagte eine Sprecherin.

Hilfsorganisationen ausgewiesen

Für die Zivilbevölkerung hat sich die Lage zugespitzt, nachdem die sudanesische Regierung letzte Woche mehrere Hilfsorganisationen ausgewiesen hatte.

Khartum reagierte damit auf einen Entscheid des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) in Den Haag, der einen Haftbefehl gegen Staatschef Omar al-Baschir wegen Völkermords erlassen hatte.

Durch den Bürgerkrieg in Darfur starben nach UNO-Angaben rund 300'000 Menschen. Rund 2,7 Millionen Menschen wurden vertrieben.

(bert/sda)

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