22 Tote durch Islamisten
Geiselnahme in Bamako beendet
publiziert: Freitag, 20. Nov 2015 / 19:22 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Nov 2015 / 00:12 Uhr

Bamako/Paris - Bei einer Geiselnahme durch Islamisten sind am Freitag in einem Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako mindestens 22 Menschen getötet worden. Das teilten malische Sicherheitskräfte nach dem neunstündigen Einsatz zur Rettung der rund 170 Geiseln aus Radisson Blu mit.

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Zwei Terrorgruppen bekannten sich zu dem Anschlag. Der Nachrichtensender Al-Dschasira aus Katar meldete am Freitag, er habe eine entsprechende Erklärung erhalten. Auch die mauretanische Nachrichtenseite Al-Akhbar berichtete, verantwortlich seien die Terrorgruppen Al-Murabitun und Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI).

Anführer zuerst von Al-Kaida im Islamischen Maghreb, später von Al-Murabitun war der Topterrorist Mokhtar Belmokhtar. Nach Angaben der libyschen Regierung wurde er im Sommer bei einem US-Luftangriff getötet.

Frankreich verdächtigt Belmokhtar

Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian hatte bereits zuvor im Fernsehsender TF1 gesagt, hinter der Geiselnahme stecke "wahrscheinlich" Belmokhtar. Belmokhtar wird für eine Reihe von Anschlägen und Geiselnahmen in mehreren afrikanischen Ländern verantwortlich gemacht.

In der Gruppe Al-Murabitun - einer Abspaltung von Al-Kaida im Islamischen Maghreb - haben sich Araber und Angehörige der Tuareg zusammengeschlossen.

Nach Angaben des Hotelbetreibers Rezidor hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs 140 Gäste und 30 Angestellte auf dem Gelände des Radisson Blu in Bamako auf. Das Aussendepartement (EDA) in Bern hatte am späten Freitagnachmittag keine Kenntnis von Schweizer Opfern, es treffe aber weitere Abklärungen, teilte es der Nachrichtenagentur sda mit.

Zugang im Diplomaten-Auto

Nach Angaben eines Mitglieds des Hotel-Sicherheitsteams nutzten die Angreifer ein Fahrzeug mit diplomatischen Kennzeichen, um Zugang zum normalerweise sehr gut gesicherten Radisson Blu zu erhalten. Medienberichten zufolge skandierten die Angreifer "Allahu Akbar" (Gott ist grösser).

Der französische Präsident François Hollande sprach von mehreren "Touristen oder Unternehmensvertretern zahlreicher Nationalitäten", die sich im Hotel aufhielten.

Unter den Gästen war auch eine zwölfköpfige Air-France-Crew. Auch sechs Mitarbeiter der Fluggesellschaft Turkish Airlines hatten sich im Radisson-Blu Hotel aufgehalten, wie ein Vertreter der türkischen Regierung sagte.

Das indische Aussenministerium erklärte zudem, unter den Geiseln seien auch mindestens 20 Landsleute gewesen. Die Rede war ausserdem von chinesischen und belgischen Geschäftsleuten.

(bg/sda)

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ist die asymmetrische Kriegsführung. Dagegen gibt es praktisch keinen Schutz. Die Terroristen ziehen sich wieder in die Wüste zurück und warten ab. Sie wissen, wenn es sie nicht mehr geben würde, werden andere Glaubensbrüder an ihre Stelle treten und wieder zuschlagen. Genauso wie in Paris.
Solange der Westen sich aus den islamischen Gebieten nicht zurückzieht, wird es Attentate wie in Paris, Madrid oder London geben. Es ist Europa nur zu raten, sich aus dem Mittleren Osten herauszuhalten, um nicht selbst ein Angriffsziel für den Islam zu sein. Denn auch in Europa hat es bereits Millionen islamische Kämpfer und Unterstützer, die im Zweifel immer für den Islam stehen.
Die islamischen Kämpfer haben dazu die gleichen Waffen und Technik und darüber hinaus noch einen Glauben, der ihnen, falls sie fallen, ein ewiges Leben im Paradiese verspricht.
Während die westlichen Staaten ihren Soldaten nur Blechsterne und eine Holzkiste versprechen können.
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