Geiselnahme von Ausländern in Irak
publiziert: Donnerstag, 8. Apr 2004 / 22:01 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Apr 2004 / 22:20 Uhr

Bagdad - Aufständische haben in Irak mehrere Ausländer entführt und mit deren Ermordung gedroht. Sie wollten damit einen Abzug der mit den USA verbündeten Truppen erzwingen, wie sie erklärten.

Die US-Truppen in Irak sind zunehmend überfordert.
Die US-Truppen in Irak sind zunehmend überfordert.
1 Meldung im Zusammenhang
Berichte, nach denen auch mehrere spanische Soldaten in Irak gefangen genommen worden seien, wurden vom Verteidigungsministerium in Madrid dementiert. Israelische Medien berichten unter Berufung auf irakische Kreise, unter den Geiseln seien auch zwei israelische Araber.

Japanische Geiseln

Der arabische Nachrichtensender El Dschasira strahlte ein Video aus, auf dem bewaffnete und vermummte Geiselnehmer mit drei japanischen Zivilisten - einer Frau und zwei Männern - zu sehen sind.

Die Gruppe, die sich Irakische Mudschahedin-Brigaden nennt, drohte, die Geiseln bei lebendigem Leibe zu verbrennen, sollten die japanischen Soldaten das Land nicht innerhalb von drei Tagen verlassen. Nach Angaben eines Regierungssprechers denkt Tokio aber nicht an einen Abzug, da die japanischen Soldaten zum Wiederaufbau in Irak seien.

Auch britischer Zivilist

Wenig später meldete El Dschasira unter Berufung auf einen Sprecher der US-geführten Besatzungstruppen, unbekannte Entführer hätten in der südirakischen Stadt Nasirija auch einen britischen Zivilisten in ihre Gewalt gebracht.

Sieben ebenfalls entführte südkoreanische Priester kamen am Abend unversehrt wieder frei, wie das Aussenministerium in Seoul bestätigte. Unbekannte brachten insgesamt acht Südkoreaner in ihre Gewalt, die auf dem Weg von der jordanischen Hauptstadt Amman nach Bagdad waren. Einer Frau gelang kurz nach der Entführung die Flucht.

Die US-Armee räumte ein, dass Schiiten-Milizen inzwischen die mittelirakische Stadt El Kut sowie die Innenstadt von Nadschaf kontrollierten.

Ultimatum an Spanische Regierung

Inzwischen haben spanische Ermittler in Madrid ein Videoband mit einem Ultimatum an die spanische Regierung entdeckt. Gefordert wird der Abzug der spanischen Truppen innerhalb von einer Woche aus Irak und Afghanistan.

Das Band wurde in der Wohnung im Madrider Vorort Leganés gefunden, wo sich mutmassliche Attentäter am vergangenen Samstag in die Luft gesprengt hatten, wie am Donnerstag aus dem spanischen Innenministerium verlautete. Auf dem Video seien drei arabisch gekleidete und bewaffnete Männer zu sehen, die eine Botschaft auf Arabisch verlesen.

(pt/sda)

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