«Gelbe Sterne» wollen Rechtsextreme aufhalten
publiziert: Samstag, 10. Nov 2007 / 17:50 Uhr / aktualisiert: Samstag, 10. Nov 2007 / 18:41 Uhr

Prag - Trotz eines gerichtlichen Verbots haben Rechtsextreme und Neonazis in Prag versucht, durch das ehemals jüdische Viertel der tschechischen Hauptstadt zu marschieren.

Die Demonstration der Rechtsextremen sollte verhindert werden. (Archivbild)
Die Demonstration der Rechtsextremen sollte verhindert werden. (Archivbild)
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Ein massives Polizeiaufgebot und zahlreiche Gegendemonstranten, von denen Hunderte gelbe Sterne auf der Kleidung trugen, verhinderten den Aufmarsch, der von den Rechten zum Jahrestag der Pogrome von 1938 geplant war. Nach Berichten einer Nachrichtenagentur waren auch mindestens zwei Busse mit deutschen Neonazis nach Prag gekommen.

Bei Zusammenstössen wurden bis zum Abend rund 50 teilweise bewaffnete Rechtsextremisten festgenommen.

Die Gruppe «Junge Nationaldemokraten» hatte beantragt, zum Jahrestag der Pogromnacht von 1938 durch den von jüdischer Geschichte geprägten Prager Stadtteil Josefsstadt zu ziehen. Dies wurde behördlich und gerichtlich verboten. Dennoch riefen die Rechtsextremen vor allem über das Internet dazu auf, das Verbot zu ignorieren.

Führende Politiker und mehrere tausend Bürger beteiligten sich an Gegenkundgebungen vor Ort. «Wir sollten dem nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, denn das ist, was sie wollen: Das darüber geschrieben wird», sagte der tschechische Aussenminister Karel Schwarzenberg zu dem Aufmarsch der Neonazis.

(dl/sda)

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