Geldof mahnt vor G8-Gipfel: Versprechen nicht brechen
publiziert: Mittwoch, 2. Mai 2007 / 20:18 Uhr

Berlin - Mit einem flammenden Appell hat der Musiker Bob Geldof die G8-Staaten dazu aufgefordert, ihre Versprechen zur Afrika-Hilfe zu halten. «Wenn irgendetwas funktioniert, dann Entwicklungshilfe», sagte der 55-jährige Sänger in Berlin.

Bob Geldof setzt sich seit über zwanzig Jahren für Afrika ein.
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Alles andere sei eine Lüge. In der Hertie School of Governance präsentierte der «Live 8»-Gründer gemeinsam mit dem Frankfurter Soziologen Axel Honneth eine Liste von Vorschlägen zu Afrika.

Diese wurde der deutschen Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul überreicht. Damit soll die Liste den sieben Industrienationen und Russland für den deutschen G8-Gipfel in Heiligendamm (6. bis 8. Juni) mit auf den Weg gegeben werden.

An der Konferenz der «Intellectual Live 8» nahmen Akademiker, Künstler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen teil. Zu den prominenten Unterstützern gehörten TV-Moderator Alfred Biolek, Schauspielerin Katja Riemann und der frühere deutsche Umweltminister Klaus Töpfer.

Landwirtschaft stärken

Zu den Forderungen der «Intellectual Live 8» zählten unter anderem die Stärkung der afrikanischen Landwirtschaft, die Verbesserung der medizinischen Versorgung und die Stärkung der Bildung. Ausserdem schlug die Konferenz eine Ticketsteuer für Flugreisen vor.

Geldof hatte in den 80er Jahren die legendären «Live Aid»-Konzerte ins Leben gerufen, die die Armut in Afrika anprangerten. Zum G8-Gipfel im schottischen Gleneagles gab es 2005 weltweit «Live 8»- Konzerte.

In Gleneagles hatten die G8 beschlossen, die Entwicklungshilfe bis 2010 auf 50 Milliarden Dollar im Jahr zu verdoppeln. Die Hälfte davon soll an Afrika gehen.

(rr/sda)

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