Geldwäsche: Bankiers fürchten neue Gesetze
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2005 / 15:28 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Mrz 2005 / 17:43 Uhr

Zürich - Die Schweizerische Bankiervereiningung kritisiert die Gesetzesanpassung zur Geldwäschereibekämpfung.

Die Regelungen gehen den Bankiers zu weit, sie fürchten schwindende Gewinne.
Die Regelungen gehen den Bankiers zu weit, sie fürchten schwindende Gewinne.
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Die Vorschläge, die sich in Vernehmlassung befinden, gingen zu weit und seien teilweise wenig sinnvoll.

Die Schweiz schiesse mit der Umsetzung der 40 Empfehlungen der OECD-Arbeitsgruppe gegen Geldwäscherei, Financial Action Task Force (FATF), übers Ziel hinaus, sagte Urs Roth, Geschäftsleiter der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), an der Jahresmedienkonferenz in Zürich.

Die Vorschläge zur Anpassung der schweizerischen Gesetzgebung erfüllten mehr, als von der OECD-Arbeitsgruppe gefordert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen seien zu wenig beachtet worden, sagte Roth.

Zu den EU-Zinsbesteuerungsrichtlinien sagte Roth, dass die Schweiz bereit sei. Ein Blick über die Grenzen zeige, dass bei weitem noch nicht alle EU-Länder so weit seien wie die Schweiz.

Auf andere Länder schielen

Nun gelte es, die Umsetzung der Richtlinien in anderen Ländern aufmerksam zu verfolgen. Kaum ein anderes Projekt habe die Schweizer Banken in den vergangenen Monaten so stark beschäftigt, wie die Einführung der EU-Zinsbesteuerung.

SBVg-Präsident Pierre Mirabaud verurteilte erneut die Angstmacherei der Gegner der Bilateralen-Dossiers Schengen/Dublin (polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit, Asyl und Migration) sowie Personenfreizügigkeitsabkommen.

Verantwortung übernehmen

Es gelte, die heutigen Probleme mit der EU zu lösen und nicht krampfhaft künftige Probleme herbeizureden, sagte Mirabaud. Für die Zukunft der Schweiz stehe sehr viel auf dem Spiel. Parteien und Politiker müssten Verantwortung übernehmen.

Das Bankgeheimnis wird von der Schweizer Bevölkerung nach wie vor gestützt, wie aus einer jährlichen Umfrage hervorgeht. 78 Prozent sprechen sich demnach für die Beibehaltung des Bankgeheimnisses aus. Vier Fünftel der Befragten waren zudem mit ihrer Hauptbank sehr zufrieden.

(fest/sda)

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