Gemeingefährliche Straftäter besser im Griff
publiziert: Donnerstag, 5. Dez 2002 / 17:09 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Dez 2002 / 17:26 Uhr

Basel - Die Beurteilung gemeingefährlicher Straftäter klappt besser: Die Zuverlässigkeit der Prognosen der Nordwestschweizer Fachkommission stieg von 70 auf 90 Prozent, hiess es an einer Medienkonferenz des Basler Justizdepartementes.

Nach dem Mord an einer 20-jährigen Frau durch einen Sträfling im Hafturlaub 1993 in Zollikerberg ZH waren sieben Fachkommissionen zur Beurteilung von gemeingefährlichen Straftätern in der Schweiz gegründet worden, so 1995 eine gemeinsame der Kantone Solothurn, Basel-Stadt und -Landschaft. Diese zog nun eine positive Bilanz.

Insgesamt 35 Straftäter (keine Frauen) hat sie beurteilt, zwei davon bereits zum fünften Mal. Von den total 86 Beurteilungen lauteten 71 einstimmig auf gemeingefährlich. 24 der 32 als gemeingefährlich eingestuften Täter sind heute noch im Strafvollzug oder einer Massnahme, sieben entlassen und einer ist verstorben.

Seit der Gründung der interdisziplinären Kommission ist es in den drei Kantonen nicht mehr zu einem einschlägigen gravierenden Delikt gekommen. Das neu entwickelte Beurteilungsprozedere wurde laufend verfeinert. Methodisch habe das BS/BL/SO-Konkordat landesweit eine Vorreiterrolle eingenommen, hiess es weiter.

Die Zuverlässigkeit der Prognosen stieg von 70 auf 90 Prozent, sagte Prof. Volker Dittmann, Leiter der forensisch-psychiatrischen Abteilung der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) Basel. Mehr sei derzeit nicht machbar.

Beurteilungskommissionen sollen übrigens mit der Revision des Schweizer Strafgesetzbuches obligatorisch erklärt werden. Laut Dittmann will sich Deutschland am Schweizer Modell flächendeckender Beurteilung gemeingefährlicher Straftäter orientieren.

Eine völlig sichere Vorhersage menschlichen Verhaltens sei aber unmöglich, warnte Dittmann. Beurteilungen seien Momentaufnahmen, also regelmässig zu wiederholen.

(bsk/sda)

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