Gemeinsamer Kampf gegen Feinstaub
publiziert: Mittwoch, 20. Dez 2006 / 20:06 Uhr

Genf - Die Westschweizer Kantone ergreifen gemeinsam Massnahmen gegen Feinstaub (PM10). Ihr Aktionsplan enthält unter anderem eine Tempobeschränkung auf 80 km/h auf Autobahnen, wenn die Feinstaub- Konzentration bei über 100µg pro Kubikmeter Luft liegt.

Höchste Alarmstufe bei 150µg/Kubikmeter und mehr. (Bild: Messstation)
Höchste Alarmstufe bei 150µg/Kubikmeter und mehr. (Bild: Messstation)
Dieser Wert entspricht dem zweifachen Grenzwert der Luftreinhalte- Verordnung, wie der Genfer Staatsrat mitteilte. Gelten Tempobeschränkungen, werden gleichzeitig Feuer im Freien verboten.

Höchste Alarmstufe herrscht, wenn die Feinstaub-Konzentration auf 150µg/Kubikmeter und mehr steigt. Dann dürfen Baumaschinen ohne Partikelfilter nicht mehr benützt werden.

Bei einer Konzentration von 75µg/Kubikmeter werden Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung abgegeben und die lokalen Behörden und Medien informiert.

Alternierender Verkehr möglich

Die vorgegebenen Schwellenwerte gelten als erreicht, wenn sie an drei Messstationen in mindestens zwei Kantonen der Romandie angezeigt werden und auf Grund der Wettervorhersage innerhalb der nächsten drei Tage keine Besserung absehbar ist.

In Genf sei es aber immer noch möglich, bei starker Luftverschmutzung Motorfahrzeuge alternierend verkehren zu lassen, erklärte Staatsrat Robert Cramer vor den Medien.

Als stark gilt eine Feinstaub-Konzentration von 150 µg/m3. Genf ist der derzeit einzige Kanton mit einer solchen Vorschrift.

(rr/sda)

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