Gemischte Reaktionen auf BMWs Formel-1-Ausstieg
publiziert: Mittwoch, 29. Jul 2009 / 16:14 Uhr

Nach der Ausstiegsankündigung von BMW haben sich Toyota und Mercedes zu einem Verbleib in der Formel 1 bekannt. Die FIA zeigte sich wenig überrascht, andere dagegen sehr.

BMW beendet sein Engagement in der Formel 1 auf Ende 2009.
BMW beendet sein Engagement in der Formel 1 auf Ende 2009.
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Nick Heidfeld (seit 2006 bei BMW-Sauber, von 2001 bis 2003 bei Sauber): «Die Entscheidung zum Formel-1-Ausstieg kommt für mich unerwartet und tut mir speziell für das Team und alle Mitarbeiter, mit denen ich über Jahre hinweg das Projekt aufbauen durfte, sehr leid.»

Christian Klien (Ersatz- und Testfahrer): «Derzeit ist noch nicht entschieden, was mit dem Team geschehen soll. Veränderungen bieten auch immer neue Chancen. Honda hat sich zum Beispiel Ende 2008 aus der Formel 1 verabschiedet. Das daraus hervorgegangene Brawn-Team fährt in diesem Jahr um den WM-Titel. Sicher wird der Fahrermarkt richtig in Bewegung kommen.»

Ökonomische Krise nicht ignorieren

Richard Woods (Internationaler Automobilverband): «Die FIA bedauert die Ankündigung des Rückzugs von BMW, aber wir sind nicht überrascht. Es war seit einiger Zeit klar, dass der Motorsport die weltweite ökonomische Krise nicht ignorieren kann.»

Wolfgang Schattling (Mercedes-Sprecher): »Wir bedauern den Ausstieg von BMW. Auf unser Formel-1-Engagement hat diese Entscheidung keinen Einfluss.«

Niki Lauda (dreimaliger Weltmeister): »Bis zu einem gewissen Grad ist das ein Imageverlust für BMW, weil der Hersteller ja für sportliche Autos steht. Die Fans werden jetzt erst einmal kurzfristig vor den Kopf gestossen. Natürlich stellt sich die Frage, ob man sich diesen Marketingaufwand in einer Zeit noch leisten will, in der man vielleicht das Geld für Neuentwicklungen, Zukunftsautos und Elektroautos nutzen möchte.«

«Es ist blamabel»

Marc Surer (Ex-Pilot und TV-Experte bei Sky): »Dass man jetzt -- nach so wenigen Jahren mit diesem Team -- schon aufgibt, hinterlässt für mich einen fahlen Beigeschmack. Auch wenn heute andere Gründe genannt wurden, habe ich den Eindruck, dass doch die aktuell schlechten Ergebnisse den Ausschlag für den Rückzug gegeben haben.« Christian Danner (Ex-Fahrer und TV-Experte bei RTL): »Es ist auf jeden Fall blamabel. In einer Zeit der völligen Erfolglosigkeit den Schwanz einzuziehen, ist nicht besonders clever. Das ist genau das Problem, das FIA-Präsident Max Mosley an die Wand gemalt hat. Hersteller sind halt so, es ist ihr gutes Recht zu sagen: Wir wollen nicht mehr.«

(fkl/sda)

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