Kann gegen Vermehrung eingesetzt werden
Gen PTX3 verhindert Streuen von Krebstumoren
publiziert: Dienstag, 10. Mrz 2015 / 09:05 Uhr
«Es hat sich gezeigt, dass bei einigen Tumorarten wie beispielsweise Kolon- oder Hautkrebs das PTX3 den Tumor im gutmütigen Stadium verharren lässt»
«Es hat sich gezeigt, dass bei einigen Tumorarten wie beispielsweise Kolon- oder Hautkrebs das PTX3 den Tumor im gutmütigen Stadium verharren lässt»

Mailand - Forscher am Mailänder Humanitas Research Hospital haben die Grundlagen für einen innovativen Ansatz zur Behandlung von Tumorbildungen entdeckt.

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Das bereits als Tumorsuppressor bekannte und zur Familie der Petraxine gehörende Gen PTX3 kann wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung gegen die Vermehrung der Krebszellen eingesetzt werden.

Einsatz bei Kolon- und Hautkrebs

«Einfachheitshalber mit einem Auto verglichen, besteht die Eigenheit einer Krebszelle darin, dass die Onkogene voll auf das Gaspedal treten, während die unter normalen Umständen als Bremse agierenden Onkosuppressoren nicht funktionieren», erklärt Projektleiter Alberto Mantovani. Eine weitere Besonderheit bestehe darin, dass die Krebszelle in einer durch Entzündungsprozesse gekennzeichneten ökologischen Nische agiert, die deren Wachstum und Vermehrung begünstigt.

Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Zusammenhang das bereits vor 20 Jahren von Mantovani und seinem Team entdeckte Molekül PTX3 wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung. «Es hat sich gezeigt, dass bei einigen Tumorarten wie beispielsweise Kolon- oder Hautkrebs das PTX3 den Tumor im gutmütigen Stadium verharren lässt», so Mantovani. Diese überraschende Entdeckung rechtfertige die Durchführung weiterer klinischer Tests zur Entwicklung neuer therapeutischer Verfahren.

Internationales Forschungsvorhaben

Die zusammen mit anderen internationalen Forschungseinrichtungen durchgeführte Untersuchung wurde von der italienischen Gesellschaft für Krebsforschung Associazione Italiana per la Ricerca contro il Cancro finanziert. Weitere Details zu den umfassenden Forschungen können Interessierte in der renommierten Fachzeitschrift «Cell» nachlesen.

(flok/pte)

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