Zu starker Stoffwechsel
Gen verschlechtert Behandlungsergebnisse bei Krebs
publiziert: Dienstag, 15. Mrz 2016 / 10:02 Uhr
Bei Brustkrebst erhöhte sich das Sterberisiko um 74 Prozent. (Archivbild)
Bei Brustkrebst erhöhte sich das Sterberisiko um 74 Prozent. (Archivbild)

Manchen Patienten mit Brustkrebs, Lungenkrebs oder Leukämie geht es nach der Behandlung aufgrund der Wirkung eines bestimmten Gens schlechter.

2 Meldungen im Zusammenhang
Zu diesem Ergebnis kommt das Institute of Cancer Research. Das Gen CYP3A ist normalerweise nur in der Kindheit aktiv. Bei manchen Menschen wird es jedoch auch im Erwachsenenalter aktiviert, was zu einem zu starken Stoffwechsel führt.

2500 Patienten analysiert

Erwachsene mit aktiven Kopien dieses Gens produzieren Enzyme, die Hormone abbauen, was auch rund die Hälfte der klinisch eingesetzten Medikamente tun. Damit verringert sich möglicherweise auch die Wirksamkeit von manchen Ansätzen zur Krebsbehandlung. Die Forscher konnten nachweisen, dass sieben bis acht Prozent der analysierten rund 2500 Krebspatienten über eine Ansammlung von einzelnen Buchstabenvariationen in ihrer DNA verfügten. Diese führten dazu, dass CYP3A auch bei Erwachsenen aktiv ist.

Die Wissenschaftler wollten zuerst herausfinden, ob eine Ansammlung genetischer Varianten, die bisher mit den Östrogenwerten und dem Brustkrebsrisiko in Verbindung gebracht wurde, auch mit einem erhöhten Risiko schlechter Behandlungsergebnisse in Zusammenhang steht. Die britischen Forscher analysierten hierzu Proben von 1008 Frauen mit Brustkrebs, 347 Patienten mit Lungenkrebs und 1128 mit chronischer lymphatischer Leukämie.

Anderer Abbau der Wirkstoffe

Den Experten nach verfügen sieben bis acht Prozent jeder Gruppe über einen spezifischen Hinweis in ihren Zellen, sodass die Version von CYP3A7 noch immer aktiv war. Bei allen drei Gruppen stand dieser Hinweis mit schlechten Prognose in Zusammenhang. Schuld daran war wahrscheinlich die Art und Weise, wie Medikamente abgebaut werden. Bei Brustkrebs erhöhte sich das Sterberisiko um 74 Prozent. Bei Lungenkrebs erhöhte sich das Sterberisiko um 43 Prozent. Bei Leukämie steigerte sich das Risiko des Fortschreitens der Krankheit um 62 Prozent.

(arc/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Therapie soll Krebszellen töten.
London - Wissenschaftler des University College London haben einen Weg gefunden, das Immunsystem dazu zu bringen, Krebszellen abzutöten. mehr lesen
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schnelle Wahrnehmung und Einschätzung der Umgebung bei widrigen Lichtverhältnissen, z. B. bei Regen oder in der Dämmerung.
Schnelle Wahrnehmung und Einschätzung der Umgebung bei widrigen ...
Publinews DriveSafe Brillengläser  Viele Unfälle können vermieden werden, indem Gefahren und Hindernisse möglichst früh wahrgenommen werden und dadurch die Reaktionszeit verlängert wird. mehr lesen  
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen  
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag. mehr lesen  
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die ... mehr lesen  
Sorge bereite die Zunahme der Todesfälle wegen Überdosierungen in einigen Ländern.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
OFT GELESEN
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 1°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
Basel 0°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
St. Gallen 0°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
Bern 1°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
Luzern 2°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
Genf 2°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen trüb und nass
Lugano 13°C 16°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten