Der Krieg im Kaukasus geht weiter
General sagt baldigen Sieg im Süden Tschetscheniens voraus =
publiziert: Dienstag, 8. Feb 2000 / 19:25 Uhr

Moskau - Die russischen Truppen wollen in der «nächsten Zukunft» einen Sieg gegen die im Süden Tschetscheniens verschanzten Rebellen erringen. Diese Prognose stellte am Dienstag der Oberbefehlshaber der russischen Kaukasus-Armee, General Viktor Kasanzew.

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«Schon in der nächsten Zukunft werden wir die Öffentlichkeit über die Beendigung der Militäroperation zur Zerschlagung der Rebellenformationen in der Gebirgsregion Tschetscheniens informieren», kündigte Kasanzew nach Angaben der Agentur Interfax an. Ein genaues Datum nannte er nicht.

Suche nach Rebellen
In der am Wochenende eroberten Hauptstadt Grosny setzen die russischen Einheiten die Suche nach versprengten Rebellen fort. Nach Schätzungen russischer Militärs halten sich noch etwa 300 Rebellen in unterirdischen Schutzräumen versteckt, berichtete Interfax. Noch am Wochenende hatte der für die Erstürmung Grosnys zuständige General Gennadi Troschew die Stadt für «gesäubert und feindfrei» erklärt. Nach Kasanzews Angaben wurde der tschetschenische Vize-Präsident Wacha Arsanow getötet, als er versucht habe, aus Grosny auszubrechen. Die Rebellen berichteten dagegen, Arsanow habe den verletzten Feldkommandanten Schamil Bassajew besucht.

Weitere Bomben- und Raketenangriffe
In der schwer zugänglichen Gebirgsregion im Süden der Kaukasus- Republik haben sich nach Schätzungen russischer Militärs bis zu 10 000 gut bewaffnete Rebellen verschanzt. Russische Kampfjets flogen am Dienstag erneut Serien von Bomben- und Raketenangriffen gegen Rebellen-Stützpunkte in diesem Gebiet. Im Argun-Flusstal lieferten sich russische und tschetschenische Verbände erbitterte Kämpfe, teilten die Rebellen über ihre Website im Internet mit.

Tötung von Zivilisten
Unter Berufung auf Menschenrechtsorganisationen und Augenzeugen berichtete die englischsprachige «Moscow Times», dass russische Truppen bei ihrem Vormarsch in Grosny zahlreiche Zivilisten wahllos getötet und Wohnungen geplündert hätten. Nach Erkenntnissen von «Human Rights Watch» seien zwischen dem Beginn der Offensive zu Weihnachten und dem 21. Januar mindestens 22 Zivilisten - ältere Menschen und Frauen - erschossen worden. Die Militärstaatsanwaltschaft in Moskau hatte diese Berichte schon am Vortag als «reine Desinformation» bezeichnet. Russlands amtierender Präsident Wladimir Putin hat sich für mehr Berufsoldaten in der russischen Armee ausgesprochen. Putin sagte am Dienstag vor Studenten nahe Moskau der Nachrichtenagentur RIA zufolge, die Armee brauche Berufssoldaten für besonders gefährliche Einsätze. Die derzeitige Wehrpflicht solle deshalb jedoch nicht aufgehoben werden. Die meisten Soldaten der russischen Armee sind derzeit junge Wehrpflichtige. Menschenrechtsorganisationen haben die Wehrpflicht besonders seit der russischen Offensive in Tschetschenien Ende September kritisiert.

(news.ch)

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