Gewaltanwendung bei Protesten in Athen
Generalstreik lähmt öffentliches Leben in Griechenland
publiziert: Dienstag, 28. Jun 2011 / 07:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Jun 2011 / 22:23 Uhr
Proteste in Griechenland.
Proteste in Griechenland.

Athen - In Griechenland hat ein Generalstreik am Tag vor der Abstimmung über das Sparpaket im Parlament das öffentliche Leben im Land teilweise lahmgelegt. Am Rande der Proteste in Athen kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen.

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Mit Ausnahme der U-Bahn stand der öffentliche Verkehr in Athen still. Die U-Bahn-Fahrer streikten nicht, sondern wollten möglichst viele Menschen zu einer Demonstration in die Innenstadt bringen. Zum zweitägigen Generalstreik hatten Gewerkschaften aufgerufen.

Zahlreiche Inlandsflüge wurden gestrichen, da die Fluglotsen in den Ausstand traten. Im Hafen von Piräus bei Athen behinderten Hafenarbeiter und Aktivisten der KP-nahen Gewerkschaftsfront Pame das Auslaufen der Fähren.

Ministerien, staatliche Betriebe und viele Banken wurden ebenfalls bestreikt. Schulen blieben geschlossen. Spitäler leisteten nur einen Notdienst. Dagegen waren Hotels, Cafés und Restaurants offen. Auch Taxis verkehrten.

Tränengas und Steinschleudern

Rund 20'000 Demonstranten marschierten bis zum Syntagma-Platz vor dem Parlament, das von tausenden Polizisten abgeriegelt war. Dort vereinigten sie sich mit der Gruppe der Empörten ("Aganaktisméni"), die seit drei Wochen auf dem Platz campieren. In der Stadt Thessaloniki protestierten rund 7000 Personen.

Am Rande der Proteste kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei. Laut Polizei setzten Beamte Tränengas gegen Jugendliche ein. Vermummte schleuderten Steine und Brandsätze. 18 Personen wurden festgenommen und fünf von ihnen inhaftiert, wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die Polizei weiter meldete. 21 verletzte Polizisten wurden ins Spital gebracht.

Abstimmung am Mittwoch geplant

Das rigorose Sparprogramm der Regierung von Giorgos Papandreou sieht bis 2015 neue Steuern und weitere Einschnitte bei den Beamten vor. Es hat ein Volumen von 28 Milliarden Euro. Weitere 50 Milliarden Euro sollen durch die Privatisierung von Staatsbetrieben zusammenkommen.

Nur mit einem Ja zu weiteren Einsparungen kann ein Staatsbankrott verhindert werden. Über das Sparpaket soll das Parlament am Mittwoch abstimmen.

 

(fest/sda)

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