Generalstreik legt ganz Italien lahm
publiziert: Dienstag, 16. Apr 2002 / 07:02 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Apr 2002 / 12:53 Uhr

Rom - Italien wird heute Dienstag von einem Generalstreik lahm gelegt. Erstmals seit 20 Jahren legen alle Arbeitnehmer für acht Stunden die Arbeit nieder, um gegen die von der Regierung geplante Lockerung des Kündigungsrechts zu protestieren. Der Streik hat auch Auswirkungen auf die Schweiz. Fast alle internationalen Züge von und nach Italien wurden gestrichen.

Züge zwischen Italien und der Schweiz haben heute erhebliche Verspätungen.
Züge zwischen Italien und der Schweiz haben heute erhebliche Verspätungen.
Der Streik dauert von 9 bis 17 Uhr. In dieser Zeit verkehren keine Züge zwischen der Schweiz und Italien. Am Grenzbahnhof Chiasso werden ingesamt 27 Züge gestoppt. Die SBB rechnen mit mehrstündigen Verspätungen im grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr.

Vom Streik beeinträchtigt wird auch die Schifffahrt auf dem Lago Maggiore und dem Luganersee. Auf den beiden Mailänder Flughäfen Linate und Malpensa sowie Fiumicino bei Rom wurden zahlreiche Verbindungen gestrichen.

Das öffentliche Leben steht aber auch in anderen wichtigen Bereichen still: In den Spitäler werden nur Notfälle behandelt. Schulen, Banken, Postämter, auch die meisten Supermärkte bleiben geschlossen. Selbst Kinos und Theater sind von dem Ausstand betroffen.

Im Fernsehen werden nur die wichtigsten Nachrichten verlesen, Zeitungen erscheinen nicht. Dazu haben die Zeitungs- und Agenturjournalisten ihren Streik auf Montag vorgezogen.

In den meisten italienischen Städten wurden Demonstrationen gegen die Regierung angekündigt. Die Gewerkschaften fordern von der Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, dass sie das Kündigungsrecht unverändert lässt.

Berlusconi hat die Aufweichung der Kündigungsbestimmungen damit begründet, dass dadurch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Er hat den Gewerkschaften neue Verhandlungen nach dem Generalstreik angeboten.

Italienische Arbeitnehmer können bisher nur gekündigt werden, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Sie können ihre Wiedereinstellung erzwingen, falls ein Gericht ihre Kündigung als nicht gerechtfertigt bewertet.

Zum Generalstreik haben die drei Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL aufgerufen. Der letzte Generalstreik in Italien fand am 5. Juni 1982 statt.

(bb/sda)

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