Sirup oder Aromen in Bier und Wein
«Generation Red Bull» trinkt viel zu süssen Alkohol
publiziert: Mittwoch, 14. Okt 2015 / 08:40 Uhr
Manches Bier enthält mehr Zucker als Coca-Cola.
Manches Bier enthält mehr Zucker als Coca-Cola.

Alkoholische Getränke werden immer süsser, weil die Industrie grosses Umsatzpotenzial in der «Energy-Drink-Generation» sieht.

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Kreationen mit Sirup und Aromen erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit und geben den Trend an. «Wir leben in einer Zeit, in der junge Leute nicht mehr das trinken, was ihre Eltern auswählen. Es wird experimentiert und das ist auf dem Markt spürbar», sagt Craig Clarkson von Heineken.

Trinken bis zur Abhängigkeit

Der Marktumsatz von süssen Alkoholgetränken hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt. «Der süsse Geschmack erinnert oft eher an Fruchtsäfte und macht vergessen, dass ziemlich viel Alkohol in den Drinks steckt. Die Kombination aus Zucker und Alkohol stellt zudem ein kalorisches Problem dar, das sich rasch auf der Waage bemerkbar macht. Der Bauch schwillt und Alkoholabhängigkeit droht», erklärt Ernährungsexperte und Autor Sven-David Müller im pressetext-Interview.

Junge Menschen konsumieren immer seltener klassische Weine oder Biere, sondern greifen zu Mixgetränken und mit Süssungsmitteln versehenen Kreationen. Grosser Beliebtheit erfreuen sich zum Beispiel sehr fruchtige Weine, Wodka und neue Biere, in die Sirup oder Zucker hinzugefügt werden. Eine Generation, die an Energy-Drinks und viel Süsse in Produkten gewöhnt ist, greift auch in Feierlaune gerne darauf zurück. «Der Geschmack von Energy-Drinks scheint vielen Menschen, insbesondere der jüngeren Generation, so lecker zu schmecken, dass sie den Kalorienreichtum und den Alkoholgehalt nicht mehr beachten. Dieser Tendenz setze ich in der Beratung leckere Saftschorlen oder Mocktals entgegen», so Müller.

Zuckerdebatte erfasst Alkohol nicht

Die süssen Produkte beinhalten in den meisten Fällen sogar mehr Zucker als bereits als kleine Sünde deklarierte Getränke wie Coca-Cola. Mediziner sehen hier einen alarmierenden Trend, denn bereits 13 Prozent der Weltbevölkerung sind fettleibig. «Zucker kann im Übermass die Gesundheit schädigen. In Mengen von bis zu 50 Gramm am Tag ist für Erwachsene nicht mit negativen Auswirkungen zu rechnen», erklärt Müller abschliessend.

«Der Red-Bull-Jahrgang wird nun erwachsen und beginnt, Pubs und Bars zu besuchen. Somit wird der Alkohol auch süsser. Ganz konträr zur aktuell vorherrschenden Zucker-Debatte sind Kalorien beim Trinken sehr hoch», schreibt auch das Magazin «The Grocer», das im Rahmen eines Reports regelmässig ein Ranking der beliebtesten Alkoholgetränke veröffentlicht. Das Bier «Desperados» erfreut sich zum Beispiel mit seinem Tequila-Geschmack immer grösserer Beliebtheit und machte in der diesjährigen Statistik schon 18 Plätze gut. Neben Wasser und Bier ist der Hauptbestandteil des Getränkes Glukosesirup.

(pte)

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