Genf feiert die Escalade
publiziert: Sonntag, 14. Dez 2003 / 19:34 Uhr

Genf - Genf ist am Wochenende zur Escalade-Feier wie jedes Jahr 400 Jahre in die Vergangenheit getaucht. Das Fest erinnert an einen vereitelten Überfall eines Savoyarden-Heers 1602. Tausende sahen den historischen Umzug durch die Stadt.

Kostümierte, Berittene, Trommler und Pfeifer marschierten durch die Strassen der Altstadt. Der Zug wurde von Fackeln beleuchtet. Die Kostümierten verkörperten die Religion etwa mit dem Reformator Théodore de Bèze, das Militär, die Politik und - als Henker - die Justiz.

Nach den Notablen kam auch das Genfer Volk zum Zug. So fehlten vor allem die Verkörperung der Mutter Royaume nicht. Diese beherzte Bürgerin hatte den angreifenden Savoyarden den Inhalt ihres Suppentopfs - der Legende nach Gemüsesuppe - über die Köpfe geleert. Den Abschluss des Zuges bildete ein Karren mit den damals eroberten Trophäen.

Die Escalade-Feierlichkeiten erinnern an den gescheiterten Versuch von Herzog Charles Emmanuel I. von Savoyen, Genf in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602 - einer Nacht schwärzer als die Tinte - zu erobern. Die Invasoren wollten die Stadtmauern mit Leitern überklettern und die Stadt im Schlaf überraschen.

Die Wachposten schliefen aber nicht, so dass der Angriff abgewehrt werden konnte. 18 Genfer wurden dabei getötet. Sechs Monate später setzte ein Friedensabkommen ein Ende unter die Streitigkeiten zwischen Genf und Sayoven.

Während der Escalade werden jeweils etwa 20 Tonnen Schokolade in Form von Kochtöpfen verspeist. Patrioten sagen dabei den Spruch: So sollen die Feinde der Republik zugrunde gehen. Der Brauch geht auf den Suppentopf der Mutter Royaume zurück.

Zur Tradition dieses Fests gehört auch das Singen des Dankliedes in Genfer Mundart jener Zeit Ce qu´e l´aino ... (Dem, der da oben ist,...). Kindermaskeraden und das Vorführen alter Waffen sind weitere Attraktionen des jährlichen Festes.

(bert/sda)

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