Genf mit klaren Vorstellungen einer grossen Agglomeration
publiziert: Montag, 30. Apr 2007 / 22:44 Uhr

Genf - Die Idee, aus der Stadt Genf und ihrem Umfeld eine grenzüberschreitende Grossagglomeration zu bilden, wird immer konkreter. Die zuständigen Behörden haben die möglichen Grenzen der künftigen Agglomeration vorgestellt.

Hier leben gegen 780'000 Menschen.
Hier leben gegen 780'000 Menschen.
Ungefähr im Radius von 40 Kilometern zählen alle Gebiete rund um die Rhonestadt zur geplanten Grossregion.

Dies entspricht einer Fläche von etwa 1900 Quadratkilometern. Heute leben in dieser Zone gegen 780'000 Menschen. Bei der Bemessung der Region haben die Planer insbesondere auf die Verkehrsflüsse geachtet.

Auf Schweizer Seite reicht das Gebiet bis weit in die Waadt hinein. Nyon und auch die weiter nordöstlich gelegene Gemeinde Gland gehören dazu. Der Ort, wo Michael Schumacher eine Villa baut, hat sich in den letzten zwanzig Jahren, unter anderem dank der Nähe zu Genf, vom Bauerndorf zu einer Kleinstadt mit 10'000 Einwohnern entwickelt.

Ohne Thonon-les-Bains und Annecy

Nicht in die Grossagglomeration eingebunden werden die französischen Städte Thonon-les-Bains und Annecy. Die Behörden von Annecy hätten sich entschieden, lieber ihre Stellung als Zentrum des Departements Haute-Savoie auszubauen, erklärte der Genfer Staatsrat Robert Cramer am Montag vor den Medien.

Man habe nur jene Gemeinden ins Boot genommen, welche die Idee positiv aufgenommen hätten, erklärte seinerseits Bernard Gaud, Präsident des Regionalen Kooperationsverbandes ARC und Ko-Präsident des Agglomerations-Projekts.

Es mache keinen Sinn, den gesamten Prozess zu stoppen, um mit zögerlichen Gemeinden zu verhandeln. Den eingeschlagenen Weg setze man nun bis zum Ziel fort. Wer dann doch noch mittmachen wolle, sei willkommen, so Gaud.

Robert Borrel, Bürgermeister von Annemasse (F), ist zuversichtlich, das Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Bedingung sei aber, die Grenzen in den Köpfen abzubauen, sagte er.

(li/sda)

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