Genf will zur Segel-Hauptstadt werden
publiziert: Mittwoch, 23. Jul 2003 / 09:03 Uhr

Genf - Seit dem legendären Alinghi-Sieg thront der America's Cup in den Räumen des Genfer Segelclubs Société Nautique de Genève (SNG). Nun will man den Segel-Boom nutzen, um sich zur Segel-Hauptstadt zu etablieren.

Ernesto Bertarellis Segelclub SNG verzeichnete dieses Jahr einen regelrechten Run auf die Segelkurse.

Die im Mai ausgeschriebenen Sommer- und Herbstkurse seien innert dreier Wochen ausgebucht gewesen, freut sich der SNG-Generalsekretär Alec Tournier.

Gar verdreifacht haben sich die Einschreibungen in den fortan berühmten Segelclub. Eines von rund 4000 SNG-Mitgliedern zu werden, ist aber nicht so einfach.

Interessierte brauchen zwei Göttis, die selbst schon mindestens drei Jahre Club-Mitglied sind. Einfacher ist es, via Internet dem Alinghi-Fan-Club beizutreten.

Millionen-Investitionen

Der Segelsport-Boom ist aber nicht die einzige Folge des Alinghi-Siegs. Der Club will seine Räumlichkeiten für mehrere Millionen Franken umbauen, um auch äusserlich dem neuen Renommé "als einem der grössten Clubs dieser Welt" zu entsprechen, wie Tournier sagt.

Bereits im März ist der Quai vor dem Club-Gebäude zur "Esplanade Alinghi" umgetauft worden. Die grösste Herausforderung stellt für die SNG aber die Organisation des nächsten America's Cup im Jahre 2007 dar.

Der Club hat diese Aufgabe an die speziell dafür gegründete Firma AC Management (ACM) delegiert. Sie wird vom früheren Alinghi-Verantwortlichen Michel Bonnefous geleitet.

Vorbereitung 2007

Die Firma, die letzte Woche ihre Räume in Genf bezogen hat, wird bis Ende Jahr rund 20 Personen beschäftigen. Bis zum Regatta-Jahr 2007 wird der Personalbestand auf mehr als 80 Personen aufgestockt werden.

Vom Segel-Boom profitieren möchte auch das Genfer Tourismusbüro. Der Alinghi-Sieg habe eine enormale mediale Wirkung entfaltet, meint Tourismus-Direktor François Byrand.

Kurzfristig seien aber die Auswirkungen dieser Werbung nur schwierig messbar.

Die Genfer Tourismus-Verantwortlichen verhandeln aber bereits mit der America's Cup-Organisatorin ACM über eine Verwendung des Alinghi-Logos auf den Werbefaltprospekten. Bis anhin war dieses Privileg den offiziellen Sponsoren vorbehalten.

Zudem laufen Gespräche mit dem Ziel, eines von drei Bertarelli-Rennbooten als sommerliche Touristenattraktion im Genfer Seebecken anzudocken.

Präsenz wird bereits an den "Fêtes de Genève" markiert, die am 31. Juli beginnen. Dort lockt ein 150 Quadratmeter grosser "Espace Alinghi" die Festbesuchenden.

(bsk/sda)

 
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