Genfer Grüne gehen auf Distanz zu Chaïm Nissim
publiziert: Dienstag, 20. Mai 2003 / 21:13 Uhr

Genf - Die Genfer Grünen gehen auf Distanz zu ihrem Mitglied Chaïm Nissim. Der frühere Grossrat hatte sich Anfang Mai zum 1982 verübten Anschlag auf die AKW-Baustelle von Creys-Malville in Frankreich bekannt. Nissim muss sämtliche Parteimandate abgeben.

Chaïm Nissim verübte in den 80ern einen Anschlag auf das AKW Creys-Malville.
Chaïm Nissim verübte in den 80ern einen Anschlag auf das AKW Creys-Malville.
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Der Kantonalvorstand der Genfer Grünen fällte den Entscheid am Montagabend. In einem Brief teilt die Parteileitung Chaïm Nissim mit, dass sie sich vollumfänglich vom Anschlag distanziert. Das Vertrauensverhältnis zwischen Partei und dem Anti-AKW-Aktivisten sei zerstört, heisst es im Schreiben, das auch an die Medien versandt wurde.

Nissim wird dazu angehalten, unverzüglich aus der kantonalen Kommission über Energiefragen auszutreten und sein Mandat in der Vereinigung Coordination énergie niederzulegen. Kommt das Parteimitglied der Aufforderung nicht nach, drohen die Grünen mit einem definitiven Parteiausschluss.

Nissim hat sich dazu bekannt, 1982 mit einer Bazooka auf die sich im Bau befindliche Zentrale in Creys-Malville geschossen zu haben. Sein Outing nach der Verjährung der Tat hat nicht nur in Genf hohe Wellen geworfen.

Die Vereinigung der Nukleararbeiter WONUC hat in Frankreich nun eine Klage eingereicht. Die Klage bezieht sich unter anderem auf Gewaltverherrlichung. Dieses Delikt verjährt nicht.

(fest/sda)

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