Genfer Initiative - ein steiniger Weg ohne Ausweichmöglichkeit
publiziert: Mittwoch, 24. Mrz 2004 / 13:46 Uhr

Bern - Initianten der Genfer Initiative sehen im Dialog den "einzig gangbare Weg aus dem Horror", so die Einschätzung eines Wegbereiters.

"Wir sind in eine neue Gewaltperiode eingetaucht und das Blutvergiessen wird weitergehen", sagte Ghaith al Omari, einer der palästinensischen Initianten, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Langfristig sei die Wahl klar, betonte der ehemalige Berater des frühere palästinensischen Informationsminister Jassir Abed Rabbo: "Entweder bekämpft man sich ewig oder man beginnt den Dialog miteinander", sagte Al Omari, der telefonisch in den besetzten Palästinensergebieten erreicht worden ist.

Obwohl Israel und auch Gaza nur die Sprache des Blutes sprechen würden, sei der Dialog das einzige Versprechen für eine andere Zukunft, sagte der israelische Vertreter des alternativen Friedensplans, Daniel Levy, auf Anfrage. Die israelische Militäraktion vom Montag werde jede Form der Annäherung zwischen den Konfliktparteien auf lange Zeit verunmöglichen, ist das Fazit von Levy. Levy ist ein enger Mitarbeiter von Jossi Beilin, einem der Architekten der Genfer Initiative.

Die palästinensische Bevölkerung werde sich jetzt mit der Hamas solidarisieren, sagte Pascal De Crousaz, ein Nahost-Experte in Tel Aviv. Was für eine schwierige Ausgangslage für die Männer des Dialogs, wenn die Massen skandierten: "Wir sind alle Hamas", betonte Crousaz.

Nach seiner Einschätzung würden sich viele Israelis der Illusion hingeben, dass die Tötung der Hamas-Führer zu mehr Sicherheit für die Bürger führe. Wenn den Menschen aber bewusst werde, dass diese Strategie ein Trugschluss bedeutet, dann sei die Zeit gekommen, für alternative Friedenspläne - wie die Genfer Initiative.

(Charles-André Aymon/sda)

 
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