Genfer Polizeidirektorin will Polizei reorganisieren
publiziert: Samstag, 5. Apr 2003 / 16:10 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Apr 2003 / 16:42 Uhr

Genf - Der Schuss eines Genfer Polizisten mit einem so genannten Paintballprojektil auf eine WTO-Demonstrantin vor einer Woche wirft weiterhin Wellen. Polizeidirektorin Micheline Spoerri gesteht Fehler bei der Polizei ein und will diese reorganisieren.

Ich habe am Montagmittag von diesem Vorfall erfahren, sagte Spoerri in einem in der Westschweizer Zeitung Le Temps veröffentlichten Interview. Eigentlich hätte sie bereits am Samstag oder spätestens am Sonntagmorgen darüber informiert werden sollen, gestand Spoerri Kommunikationsprobleme bei der Polizei ein.

Die Staatsrätin hatte danach beschlossen, die Öffentlichkeit erst nach einer Sitzung des Direktionskomitees der Polizei über den Vorfall zu informieren. Es sei darum gegangen, zuerst die Gründe für den Kommunikationsfehler herauszufinden, sagte Spoerri.

Es geht nicht darum, jemandem die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wir müssen zuerst untersuchen, wie es zu diesem Schuss kommen konnte, sagte Spoerri. Es sei auch nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu diskutieren, ob der Polizeichef gehen müsse. Darüber entscheide dann der Staatsrat.

Es sei nun am Kommandanten der Genfer Polizei und am Polizeichef, die Verantwortung für den Einsatz zu übernehmen. Spoerri erklärte zudem, dass sie mit dem Polizeichef noch ein ausführliches Gespräch führen werde.

In Anbetracht des neuerlichen Ausrutschers der Genfer Polizei und im Hinblick auf den G-8-Gipfel in Evian sei es dringend nötig, den Polizeiapparat in Genf zu reorganisieren, sagte Spoerri weiter. Die Polizeidirektorin schlägt dazu vor, dass den Polizisten die Möglichkeit zur Weiterbildung offeriert werden solle.

(bert/sda)

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