Genfer V-Mann wartet auf Sicherheitsgarantie
publiziert: Mittwoch, 31. Mai 2006 / 16:18 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 31. Mai 2006 / 17:43 Uhr

Bern - Die Geschäftsprüfungsdelegation der Eidg. Räte (GPDel) will den V- Mann anhören, der behauptet, im Auftrag des Schweizer Inlandgeheimdienstes das Islamische Zentrum Genf (CIG) ausspioniert zu haben.

Der V-Mann sollte das islamische Zentrum unterwandern und ausspionieren.
Der V-Mann sollte das islamische Zentrum unterwandern und ausspionieren.
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Der in Kairo Untergetauchte wartet auf Sicherheitsgarantien. Die Schweizer Botschaft in der ägyptischen Hauptstadt sei nicht in der Lage, ihn sicher zum Flughafen zu geleiten, sagte der Genfer der Nachrichtenagentur SDA.

Und auf die Bitte seines Anwalts beim Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Mittwoch vergangener Woche um Sicherheitsgarantien für eine Reise Kairo-Bern habe er keine Antwort erhalten. Dabei will der 36-Jährige nach eigenen Angaben seit Wochen vor den sieben Geheimdienstkontrolleuren in der GPDel «auspacken».

Illegale Methoden

Ihm gehe es darum zu zeigen, dass die Geheimdienste der Schweiz mit illegalen Methoden arbeiten. Schliesslich habe er - ohne Grundlage - CIG-Leiter Hani Ramadan anschwärzen, ihm extremistische Aktivitäten anhängen sollen. Dies soll während seiner Anstellung beim Inlandgeheimdienst DAP des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) von Bundesrat Christoph Blocher geschehen sein.

«Die Geschäftsprüfungsdelegation würde ihn jederzeit empfangen», sagte GPDel-Präsident Hans Hofmann (SVP/ZH) der SDA. «Er braucht nur in die Schweizer Botschaft in Kairo zu spazieren und dann einen Flug in die Schweiz zu nehmen.»

Noch kein Material erhalten

Material hätten er und seine Parlamenterier-Kollegen noch keines von dem Mann erhalten. Am 5. März habe ein Freund dies von Madrid aus ans Bundeshaus geschickt, behauptet der in Kairo Untergetauchte hingegen.

Im Gegensatz zur Schweiz habe Israel ihm Schutz angeboten, der Geheimdienst Mossad wolle mit ihm reden. Dies zu tun, habe ihm auch der Strategische Nachrichtendienst (SND) geraten, sagte der Genfer V- Mann der SDA weiter. Dazu wollte der SND keine Stellung nehmen.

(fest/sda)

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