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Gentech für Umwelt unschädlich?
publiziert: Dienstag, 31. Okt 2006 / 13:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 31. Okt 2006 / 13:54 Uhr

Zürich - Bisher sind keine wissenschaftlich begründeten Hinweise für negative Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) auf die Umwelt erkennbar.

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In der Schweiz gilt bis Ende 2010 ein Moratorium für Gentech-Landwirtschaft.
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5 Meldungen im Zusammenhang
Dies hat die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) festgestellt.

Die ART hat im Auftrag der Eidgenössischen Fachkommission für biologische Sicherheit (EFBS) die weltweit vorhandenen Erfahrungen aus zehn Jahren experimenteller Feldforschung und kommerziellem Anbau von GVP in einer Studie zusammengefasst und interpretiert.

Kommerzieller Anbau in Amerika und China

GVP werden seit 1996 kommerziell angebaut, zu 95 Prozent in den USA, Argentinien, Brasilien, Kanada und China. Auf über 90 Millionen Hektaren finden sich heute hauptsächlich gentechnisch veränderte Kulturen von Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Raps.

Die ART hat die zurzeit vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse über Umweltauswirkungen des Anbaus dieser GVP zusammengetragen. Als Quellen dienten Artikel aus Zeitschriften und Büchern, Berichte aus Ländern, in denen GVP angebaut werden, sowie Berichte internationaler Organisationen.

Kontroverse Beurteilung

Die Literaturstudie ergab keine Hinweise auf Umweltschäden. Dennoch gebe es Punkte, die kontrovers beurteilt werden, schreibt die ART. Dies habe häufig damit zu tun, dass es keine klaren Kriterien gebe, wie die Auswirkungen von GVP auf die Umwelt im Vergleich zum konventionellen Anbau beurteilt werden sollen.

So ist es laut ART wissenschaftlich umstritten, ob die Übertragung von genetischem Material zwischen GVP und verwandten Wildarten - die so genannte Auskreuzung - stattfinden kann. Es sei unklar, ob die übertragenen Transgene zu ökologisch bedeutenden Veränderungen führen können.

Kein Gentech in der Schweiz

In der Schweiz gilt bis Ende 2010 ein Moratorium für Gentech-Landwirtschaft. Bauern dürfen keine Pflanzen anbauen oder Tiere halten, die gentechnisch verändert sind. Volk und Stände haben im November 2005 die links-grün-bäuerliche Volksinitiative «für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft» angenommen.

(bert/sda)

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