Präsident der Rassismus-Kommission nimmt den Hut
Georg Kreis tritt Ende Jahr zurück
publiziert: Sonntag, 8. Mai 2011 / 12:13 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Mai 2011 / 15:28 Uhr

Bern - Georg Kreis tritt Ende Jahr als Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus zurück. Seinen Nachfolger soll der Bundesrat im Mai bestimmen, wie Kreis zu einem Bericht der Zeitung «Der Sonntag» sagte. Kreis war 16 Jahre lang Kommissionspräsident.

Georg Kreis während der SF-Sendung «Club» zum Minarettverbot.
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Eigentlich ist das Mandat auf 12 Jahre begrenzt. Er habe aber auf Bitten des damaligen Innenministers und Bundesrats Pascal Couchepin noch eine Amtsperiode angehängt, sagte der emeritierte Geschichtsprofessor am Sonntag auf Anfrage der SDA.

Die Kommission habe an zwei Sitzungen über die Nachfolge im Präsidium beraten. Ein gutes halbes Dutzend Vorschläge seien ans Eidgenössische Departement des Innern (EDI) geschickt worden. Namen wollte Kreis nicht nennen.

Feind der SVP

Gewünscht sei, dass mehrere Ebenen sowohl bei der Besetzung des Präsidiums als auch bei der Zusammensetzung der Kommission mitdenken. Die Vorschläge der Kommission seien nicht bindend. Der Bundesrat berufe die Mitglieder der Kommission und das Präsidium auf Vorschlag des Departements von Didier Burkhalter.

Kreis hatte als Kommissionspräsident immer wieder den Zorn rechtsbürgerlicher Kreise, allen voran der SVP, auf sich gezogen. Für besonderen Wirbel sorgte er mit Äusserungen nach der Minarett-Abstimmung.

Er verglich den Begriff Islamisierung mit dem Begriff Verjudung. Eine SVP hätte in den Dreissiger Jahren unter Umständen mit einer Initiative «gegen die Verjudung» Erfolg gehabt. Die Partei forderte daraufhin seinen Rücktritt. Kreis ist FDP-Mitglied.

(fkl/sda)

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Eine gute Nachricht
Ist dies das letzte Ei, das uns "roi Pascal" ins Nest gelegt hat? Gut, hat der Herr Professor selbst eingesehen, dass er allein die Schweiz nicht "säubern" kann. Nun kann er sein professorales Auftreten anderswo ausleben. Ich glaube, dass ihm nicht allzuviele nachtrauern werden.
War wohl nichts
mit dem Kampf gegen die freie Meinungsäusserung. Interessant wäre noch zu erfahren was diese unsinnige Kommission den Steuerzahler bis heute kostete bzw. was für angebliche Erfolge diese Kommission zu bieten hat. Ausser Spesen für den Steuerzahler offenbar nichts gewesen. Jetzt wäre eigentlich der Zeitpunkt gekommen um diese Kommission endlich aufzulösen.
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