Georgien: Sieg von Saakaschwili erwartet
publiziert: Sonntag, 4. Jan 2004 / 16:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 4. Jan 2004 / 16:53 Uhr

Tiflis - Die Georgier haben für einen neuen Präsidenten gestimmt. Als klarer Favorit galt Oppositionsführer Michail Saakaschwili, der seinen Vorgänger Eduard Schewardnadse vor sechs Wochen aus dem Amt vertrieben hatte.

Saakaschwili sagt, er wolle das Leben in Georgien verbessern.
Saakaschwili sagt, er wolle das Leben in Georgien verbessern.
Der 36-jährige Saakaschwili sagte bei der Stimmabgabe in Tiflis, er denke bereits über konkrete Schritte nach, wie er das Leben in Georgien verbessern könne. Gegen Saakaschwili traten nur vier Kandidaten an, nachdem ein Unabhängiger am Samstag in letzter Minute seine Bewerbung zurückgezogen hatte.

Ex-Präsident Schewardnadse sagte, auch er habe Saakaschwili gewählt. Dieser solle mehr arbeiten und weniger reden: Schluss mit dem Populismus, nun ist es an der Zeit, sich an die Arbeit zu machen.

Beim Streit zwischen Saakaschwili und Schewardnadse im letzten Jahr ging es um Korruption und um die angebliche Manipulation der Parlamentswahl vom Herbst. Saakaschwili trat zurück und stellte sich an die Spitze der Opposition.

Die Wahlbeteiligung überstieg bereits am Sonntag nachmittag die 50-Prozent-Marke, wodurch die Abstimmung gültig wurde. Der Chef der staatlichen Wahlkommission, Surab Tschiaberaschwili, sagte, dies sei ein Beleg für die hohe politische Kultur der Georgier.

Beobachter hatten eine geringe Wahlbeteiligung befürchtet. Etwa 500 internationale Beobachter, darunter 4 aus der Schweiz, überprüften den korrekten Ablauf des Urnengangs. Mit ersten Resultaten wird gegen Mitternacht MEZ gerechnet.

Obwohl es keine Meinungsumfragen gab, wird ein Sieg Saakaschwilis erwartet. Viele Wähler hoffen, dass der westlich orientierte Politiker der Korruption ein Ende setzt.

Von den Autonomie-Regionen des zersplitterten Vielvölkerstaates Georgien nahm nur Adscharien am Schwarzen Meer an der Abstimmung teil. Der dort geltende Ausnahmezustand wurde aufgehoben. Die abgespaltenen Regionen Abchasien und Süd-Ossetien wählten nicht mit.

(bert/sda)

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