Geprüfter Gentech-Food ist ungefährlich
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 14:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 14:37 Uhr

Genf - Gentechnisch veränderte Lebensmittel, die heute auf den internationalen Märkten erhältlich sind, stellen nach Angaben der WHO keine Gefahr für die Gesundheit dar.

Die ersten genetisch veränderten Lebensmittel gelangten Mitte der 90er Jahre auf den Markt.
Die ersten genetisch veränderten Lebensmittel gelangten Mitte der 90er Jahre auf den Markt.
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Denn sie wurden auf ihre Gesundheitsverträglichkeit geprüft, bevor sie auf den Markt gelangten. "Wir haben keine Daten darüber, dass geprüfte Gentech-Lebensmittel nicht sicher sind", sagte Jorgen Schlundt, Direktor für Lebensmittelsicherheit bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Veröffentlichung eines WHO-Berichts über Biotechnologie, Gesundheit und Entwicklung in Genf.

"Gentechnisch veränderte Lebensmittel können Vorteile bringen, die Sicherheitstests müssen aber fortgesetzt und jede Neuentwicklung geprüft werden", fasste Schlundt die Resultate der Studie zusammen. Wir sind skeptisch gegenüber gentechnisch veränderten Organismen (GVO), deshalb fordern wir weitere Tests", sagte er weiter.

Mais, Soja, Raps und Baumwolle

"Man nimmt den Entwicklungländern Geld, wenn man verlangt, dass die Bauern dort jedes Jahr für hybrides GVO-Saatgut bezahlen müssen", führte Schlundt aus. Das sei eine Hauptsorge, die Entwicklungsländer gegenüber GVO hätten.

Die ersten genetisch veränderten Lebensmittel gelangten Mitte der 90er Jahre auf den Markt. Seither wurden Mais, Soja, Raps und Baumwolle international in mehreren Regionen auf den Markt gebracht. Nach Schätzungen der WHO werden GVO weltweit auf 4 Prozent des Agrarlandes angepflanzt.

Weniger Pestizide

"GVO bieten die Möglichkeit, bessere landwirtschaftliche Erträge und Lebensmittel von höherem Nährwert zu erzielen", schreibt die WHO in dem Bericht. Das würde zu einer Verbesserung der Gesundheit und Entwicklung beitragen.

Ausserdem dürfte künftig der Einsatz von Pestiziden und anderen agrochemischen Produkten verringert werden können, das Einkommen der Landwirte zunehmen, der Fortbestand der Pflanzkulturen und eine grössere Lebensmittelsicherheit gewährleistet werden.

(rp/sda)

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